Tendenziell gute Aussichten für die Kapitalmärkte 2006
Nach dem Anstieg der meisten Indizes in 2005 bleiben die Aussichten für 2006 gut. Fachleute rechnen damit, dass das Marktklima wegen der strengeren Geldpolitik und eines leicht abflachenden Wachstums der Weltwirtschaft rauer wird und sich daraus größere Kursschwankungen an den Finanzmärkten ergeben. Trotzdem sehen sie steigende Kurse im Jahresverlauf.
Folgen von Ölpreisentwicklung, Atomstreit und Vogelgrippe nicht absehbar
Wie schon in 2005 wird auch dieses Jahr der Ölpreis ein treibender Faktor für die Energiekosten und damit für die Inflationsraten sein. Hier wird der Atomstreit mit dem Iran ein bestimmender Faktor sein. Ein Einlenken des Iran in dieser Frage ist leider zurzeit nicht abzusehen. Die Weltgemeinschaft steht allerdings in diesem Fall, anders als in der Irakkrise, noch geschlossen zusammen. Insbesondere beschäftigt die Finanzmärkte, ob der Iran seine Erdöllieferungen bei eventuellen Embargos der Weltgemeinschaft stoppen wird. Immerhin liefert der Iran 4 Mio. Barrel Öl täglich. Ein solcher Lieferstop ist derzeit nicht von den anderen Öllieferanten aufzufangen. Die Förderquoten können maximal um 1,5 Mio. Barrel ausgeweitet werden, was zu einem Ausfall von 2,5 Mio. Barrel am Tag führen würde. Experten sehen in diesem Fall den Ölpreis im dreistelligen Bereich. Gegen eine solche Maßnahme des Iran spricht allerdings, dass der Iran weitgehend von seinen Ölexporten abhängig ist. Die Inflationsrate von derzeit geschätzten 15% und die hohen Staatsausgaben für die Arbeitslosigkeit und die Gesundheitskosten sind Indikatoren dafür, dass die derzeit strenge Gangart einiger Hardliner in der iranischen Führung bei einem Embargo zu Kritik gemäßigter iranischer Politiker führen könnte. Klar ist, dass eine wirtschaftliche Auseinandersetzung von beiden Seiten nicht gewünscht ist. Für Europa wäre ein Embargo gleich doppelt bitter: Nicht nur ein verteuerter Ölpreis würde sich negativ auf die Wirtschaft auswirken. Der Iran ist auch ein wichtiger Importeur für europäische Produkte. Positiv ist, dass eine Eskalation derzeit nicht zu erkennen ist.
Nachrichten zu diesem Thema können die Märkte im Verlauf des Jahres in beide Richtungen treiben. Ein weiteres Risiko für die Märkte stellt die Vogelgrippe dar. Noch ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht möglich. Einige Mediziner sehen jedoch die Möglichkeit einer Mutation des Virus mit der Folge einer Übertragbarkeit. Dies könnte zu einer weltweiten Epidemie führen, deren wirtschaftliche Auswirkungen nicht zu beziffern sind. Somit wird die Angst vor der Grippe mit dem Zug der Vögel auch das Parkett der Finanzplätze erreichen. Zusätzlich kann die Hurrikansaison in der 2. Jahreshälfte wieder über die Kurse fegen. Nach den Schäden in 2005 gibt es Befürchtungen, dass die Heftigkeit und Anzahl der Hurrikans keine Ausnahmen waren. Die Mehrheit der US-Analysten sieht jedoch keine Serie von derartigen Hurrikans über die nächsten Jahre. Vielmehr bewerten sie die Hurrikansaison 2005 als Ausnahme.
Mehrheitlich werden die genannten Gefahren am Markt zwar sehr ernst genommen, das Eintreffen der oben geschilderten Risiken wird allerdings für wenig wahrscheinlich gehalten.
Positive Rahmendaten für Unternehmen
Für einen weiteren Anstieg der Aktienkurse spricht auch in diesem Jahr, dass die Unternehmen über ausreichend Liquidität verfügen. Dies ist an den Dividendenerhöhungen, den Aktienrückkaufprogrammen und den Übernahmeversuchen zu erkennen. Die erwarteten Zinserhöhungen sollten sich nicht nachhaltig auf die Unternehmensgewinne auswirken, da sich zwar die Kreditzinsen für die Unternehmen erhöhen, aber derzeit kaum Bedarf für Kreditaufnahmen zu Investitionszwecken besteht. Der Optimismus der Unternehmen, insbesondere in Europa, zeigte sich imposant in den Umfragen. Seit 2000 waren aus deren Sicht die Aussichten nicht mehr so positiv. Nimmt man hierzu die Gewinnerwartungen für 2006, sind auch in diesem Jahr steigende Kurse zu erwarten.
Letztlich wird sich auch die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland für die deutsche Wirtschaft belebend auswirken. Auch der Vorwegnahmeeffekt im Konsum wegen der Mehrwertsteuererhöhung 2007 kann die Gewinne und damit die Kurse der Unternehmen wieder nach oben treiben.
Folgen von Ölpreisentwicklung, Atomstreit und Vogelgrippe nicht absehbar
Wie schon in 2005 wird auch dieses Jahr der Ölpreis ein treibender Faktor für die Energiekosten und damit für die Inflationsraten sein. Hier wird der Atomstreit mit dem Iran ein bestimmender Faktor sein. Ein Einlenken des Iran in dieser Frage ist leider zurzeit nicht abzusehen. Die Weltgemeinschaft steht allerdings in diesem Fall, anders als in der Irakkrise, noch geschlossen zusammen. Insbesondere beschäftigt die Finanzmärkte, ob der Iran seine Erdöllieferungen bei eventuellen Embargos der Weltgemeinschaft stoppen wird. Immerhin liefert der Iran 4 Mio. Barrel Öl täglich. Ein solcher Lieferstop ist derzeit nicht von den anderen Öllieferanten aufzufangen. Die Förderquoten können maximal um 1,5 Mio. Barrel ausgeweitet werden, was zu einem Ausfall von 2,5 Mio. Barrel am Tag führen würde. Experten sehen in diesem Fall den Ölpreis im dreistelligen Bereich. Gegen eine solche Maßnahme des Iran spricht allerdings, dass der Iran weitgehend von seinen Ölexporten abhängig ist. Die Inflationsrate von derzeit geschätzten 15% und die hohen Staatsausgaben für die Arbeitslosigkeit und die Gesundheitskosten sind Indikatoren dafür, dass die derzeit strenge Gangart einiger Hardliner in der iranischen Führung bei einem Embargo zu Kritik gemäßigter iranischer Politiker führen könnte. Klar ist, dass eine wirtschaftliche Auseinandersetzung von beiden Seiten nicht gewünscht ist. Für Europa wäre ein Embargo gleich doppelt bitter: Nicht nur ein verteuerter Ölpreis würde sich negativ auf die Wirtschaft auswirken. Der Iran ist auch ein wichtiger Importeur für europäische Produkte. Positiv ist, dass eine Eskalation derzeit nicht zu erkennen ist.
Nachrichten zu diesem Thema können die Märkte im Verlauf des Jahres in beide Richtungen treiben. Ein weiteres Risiko für die Märkte stellt die Vogelgrippe dar. Noch ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht möglich. Einige Mediziner sehen jedoch die Möglichkeit einer Mutation des Virus mit der Folge einer Übertragbarkeit. Dies könnte zu einer weltweiten Epidemie führen, deren wirtschaftliche Auswirkungen nicht zu beziffern sind. Somit wird die Angst vor der Grippe mit dem Zug der Vögel auch das Parkett der Finanzplätze erreichen. Zusätzlich kann die Hurrikansaison in der 2. Jahreshälfte wieder über die Kurse fegen. Nach den Schäden in 2005 gibt es Befürchtungen, dass die Heftigkeit und Anzahl der Hurrikans keine Ausnahmen waren. Die Mehrheit der US-Analysten sieht jedoch keine Serie von derartigen Hurrikans über die nächsten Jahre. Vielmehr bewerten sie die Hurrikansaison 2005 als Ausnahme.
Mehrheitlich werden die genannten Gefahren am Markt zwar sehr ernst genommen, das Eintreffen der oben geschilderten Risiken wird allerdings für wenig wahrscheinlich gehalten.
Positive Rahmendaten für Unternehmen
Für einen weiteren Anstieg der Aktienkurse spricht auch in diesem Jahr, dass die Unternehmen über ausreichend Liquidität verfügen. Dies ist an den Dividendenerhöhungen, den Aktienrückkaufprogrammen und den Übernahmeversuchen zu erkennen. Die erwarteten Zinserhöhungen sollten sich nicht nachhaltig auf die Unternehmensgewinne auswirken, da sich zwar die Kreditzinsen für die Unternehmen erhöhen, aber derzeit kaum Bedarf für Kreditaufnahmen zu Investitionszwecken besteht. Der Optimismus der Unternehmen, insbesondere in Europa, zeigte sich imposant in den Umfragen. Seit 2000 waren aus deren Sicht die Aussichten nicht mehr so positiv. Nimmt man hierzu die Gewinnerwartungen für 2006, sind auch in diesem Jahr steigende Kurse zu erwarten.
Letztlich wird sich auch die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland für die deutsche Wirtschaft belebend auswirken. Auch der Vorwegnahmeeffekt im Konsum wegen der Mehrwertsteuererhöhung 2007 kann die Gewinne und damit die Kurse der Unternehmen wieder nach oben treiben.

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