Mittwoch, September 06, 2006

Markteinschätzung September 2006 Asien

Gegensätzliche Meldungen bestimmten im Verlauf die asiatischen Märkte. Während Toyota einen Gewinnsprung von 40% vermelden konnte, muss Sony mit möglichen Kosten in Höhe von ca. 400 Mio. US Dollar rechnen. Dies überschattet die positiven Unternehmensdaten, die Sony vermelden konnte. Erstmalig nach vier Verlustquartalen konnte das Unternehmen ein positives Ergebnis vermelden. Auch aus den anderen Sektoren gab es stark unterschiedliche Meldungen, so dass der Nikkei sich im August erstmals seitwärts bewegte, bevor er zum Ende des Monats doch noch die 16.000 Punkte Marke überschreiten konnte. Wie auch in den anderen Standardmärkten ging die Berichtsaison in Japan zu Ende und die Konjunkturdaten rücken wieder stärker in den Vordergrund. Die japanische Industrieproduktion ist im Juli überraschend gefallen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) mitteilte, sank die industrielle Erzeugung gegenüber dem Vormonat um 0,9%. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg um 0,7% erwartet. Im Jahresabstand stieg die Produktion um 5,1%. Die Auslieferungen sanken im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,6% und die Lagerbestände um 1,0%. Die großen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes rechnen für August mit einem Produktionszuwachs von 4,2%, gefolgt von einem Rückgang um 1,4% im September. Das METI ließ seine Einschätzung der Industrieproduktion unverändert. Die japanischen Kfz-Exporte haben dagegen im Juli um 20,5% über dem Vorjahresniveau gelegen. Es handelt sich um den zwölften Anstieg in Folge. Insgesamt wächst die japanische Wirtschaft seit 50 Monaten ununterbrochen, das ist der längste Aufschwung seit dem Zweiten Weltkrieg. Eine zyklische Pause wäre daher nicht verwunderlich und eine Herbstrallye ist kaum zu erwarten.