Freitag, Oktober 13, 2006

US Börsen Dow Jones Amerika

Die US-Börsen konnten im September erneut Zugewinne verzeichnen. Der Dow Jones ist zum Monatsende weniger als 100 Punkte von seinem Allzeithoch von Anfang 2000 entfernt und auch der Nasdaq Composite und der S&P 500 erreichten neue Jahreshochs. Wie auch in Europa waren die besser als erwarteten Konjunkturdaten hierfür verantwortlich. Lies der abgeschwächte Inflationsdruck Anfang des Monats aus Sicht der FED gerade noch eine weitere Zinspause zu, sorgte der stark sinkende Ölpreis im weiteren Verlauf des Septembers dafür, dass bereits erste Spekulationen über eine Zinssenkung in den USA aufkamen. Der gefallene Ölpreis machte sich direkt bei den Verbrauchern bemerkbar. Da die Konsumenten an der Zapfsäule entlastet sind, stieg das US Verbrauchervertrauen im September stärker als selbst von den optimistischsten Analysten erwartet. Weitere positive Impulse kamen von der Immobilien- und Unternehmensseite. Nicht nur dass die Verkäufe bestehender Häuser nur leicht gefallen sind, bei dem Verkauf neu gebauter Eigenheime konnte man sogar einen Anstieg um 4,1% verglichen zum Vormonat verzeichnen. Der Chicago Einkaufsmanager-Index rundete die positiven Impulse ab. Mit einem unerwarteten Anstieg von 57,1 Punkten im Vormonat auf 62,1 Punkte zeigte er, dass auch die US-Unternehmen positiv in die Zukunft blicken. Mangels Unternehmensdaten sollten die US Indizes Anfang Oktober jedoch eine Verschnaufpause einlegen, da die Mehrheit der institutionellen Anleger auf die Unternehmenszahlen zum gerade abgelaufenen 3.Quartal warten. Die gesunkenen Kosten bei den Unternehmen lassen hier, wie auch im 2. Quartal, wieder einige positive Überraschungen erwarten, sodass gegen Ende des Monats die erhoffte Jahresendrallye starten sollte.