Ifo-Geschäftsklimaindex überrascht erneut die Analysten
Getragen von meist guten Unternehmensergebnissen sowie rückläufigen Rohstoffpreisen stieg der DAX im Laufe des Oktobers nachhaltig über die Marke von 6.200 Punkten. Einen zusätzlichen Impuls gab der erneut unerwartet gestiegene ifo-Geschäfts-klimaindex. Der ifo-Geschäftsklimaindex des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung kletterte im Vergleich zum Vormonat von 104,9 auf 105,3 Punkte. Insbesondere der Erwartungsindex überraschte die Analysten mit einem Anstieg, sahen doch die Unternehmen in den vergangenen Monaten ihre Aussichten eher verhalten. Während der ZEW-Index weiter gefallen war, zeigt sich nun, dass die Unternehmen mehrheitlich glauben, dass die Mehrwertsteuererhöhung die Umsätze zwar belasten wird, jedoch sehen sie die Auswirkungen bei weitem nicht so negativ wie die für den ZEW-Index befragten Analysten und institutionellen Investoren.
Auch der deutsche Mittelstand zeigt sich unbeeindruckt von der Mehrwertsteuererhöhung und schuf im Verlauf des Jahres ca. 120.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Laut einer Umfrage unter 4000 mittelständischen Betrieben beurteilten immerhin 43% ihre aktuelle Lage als gut oder sehr gut und blicken bei gestiegenen Umsätzen auch optimistisch in die Zukunft. Die Konjunkturerholung wirkt sich nun auch auf den Arbeitsmarkt aus. 28% der befragten Unternehmen haben ihr Personal in dem vergangenen halben Jahr bereits aufgestockt und weitere 14% planen demnächst zusätzliche Einstellungen. Als Jobmotoren zeigten sich hier insbesondere Dienstleister, der Handel und der Maschinenbau. Dies nährt die Hoffnung, dass die Arbeitslosigkeit in 2007 dauerhaft unter vier Millionen liegen werde und die privaten Haushalte auch im nächsten Jahr weiter konsumieren und somit die Binnenkonjunktur stützen. Auch die Exportzahlen der deutschen Wirtschaft sorgten für gute Stimmung. Mit einem Plus von knapp zehn Prozent hat die deutsche Wirtschaft auch im August ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Insbesondere die Ausfuhren in die EU-Staaten sind wie schon in den Vormonaten erneut überdurchschnittlich um 11,5 Prozent gewachsen und zeigen, dass Deutschland wie kein anderes Land vom europäischen Binnenmarkt profitiert. Beachtliche 61% der deutschen Exporte gehen mittlerweile in die EU-Staaten und machen die deutsche Wirtschaft unanfälliger gegen eine eventuelle Abschwächung des Wachstums in anderen Regionen.
Neben den Wirtschaftsdaten bewegten Übernahme- und Fusionsfantasien auch im Oktober wieder die Kurse. Bei der Deutsche Börse AG wird weiterhin über eine Fusion mit der amerikanischen Terminbörse Chicago Mercantile Exchange spekuliert, was den Titel im Verlauf des Monats um 7,5 Prozent ansteigen lies. Auch die Aktie der Deutschen Telekom konnte von Übernahmespekulationen durch die Britische Telekom und der Beteiligungsgesellschaft Blackstone profitieren und stieg im Verlauf des Monats um ca. 6%. Für ein Kaufinteresse von Blackstone spricht, dass Blackstone sich bisher nicht an Unternehmen beteiligte, sondern diese immer komplett übernahm. Auch der russische Erdgaskonzern Gazprom ist auf Einkaufstour in Deutschland. Medienberichten zufolge will Gazprom bei deutschen Energiekonzernen Fuß fassen. Insbesondere will der russische Erdgaskonzern bei RWE einsteigen und nutzt die Gelegenheit, dass zahlreiche Kommunen, die bisher rund 30% der Aktien halten, ihre Anteile zu Geld machen wollen. Beim Mischkonzern RAG (ehemals Ruhrkohle) plant Gazprom sich im Zuge des im Frühjahr geplanten Börsengangs zu beteiligen, um sich so den Einstieg in den Haushaltskunden-Markt zu eröffnen. Dies erklärt auch den überraschenden Einstieg von Gazprom bei dem Fußballbundesligist Schalke 04 als Hauptsponsor mit dem Ziel, die Markenbekanntheit in Deutschland und Europa weiter auszubauen. Im Automobilsektor geht der Streit um den LKW-Konzern Scania in die nächste Runde. Während MAN den schwedischen LKW-Hersteller weiterhin übernehmen will, ist VW an einem eigenständigen LKW Konzern interessiert, der sich aus der Nutzfahrzeugsparte von MAN, Scania und der VW Sparte für schwere LKW in Brasilien zusammensetzen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, kaufte VW 15% der MAN Aktien und hat beim Bundeskartellamt Pläne für eine Aufstockung des Konzernanteils am Münchner LKW-Hersteller MAN von bis zu 30% angemeldet. Gleichzeitig kaufte MAN für etwa 900 Mio. Euro Aktien von Scania und hält nun rund 14% der Scania Stimmrechte und erhöhte das bisherige Übernahmeangebot für Scania von 9,6 auf 10.3 Mrd. Euro. Der Scania-Aufsichtsrat lehnte auch dieses Angebot ab und bezeichnete die Offerte als feindliches Angebot. Scania Großaktionär Investor, eine Beteiligungsholding der schwedischen Industriellenfamilie Wallberg, schloss daraufhin ein Gegenangebot Scanias zum Kauf von MAN nicht aus. Mit einer Allianz von MAN, Scania und Volkswagen entstünde der größte europäische LKW-Hersteller.
Der Autohersteller Audi hat seine geplanten Investitionen in Ungarn auf Eis gelegt und reagiert damit auf die eingeführte Solidaritätssteuer in Ungarn. Die Regierung in Budapest hatte Audi zuvor eine Steuerbefreiung bis 2011 garantiert, woraufhin Audi mehr als 3 Mrd. Euro in Ungarn investierte. Der Autohersteller ist der größte Exporteur in Ungarn und beschäftigt 5200 Mitarbeiter. Bereits seit September sei die Solidaritätssteuer in Höhe von vier Prozent fällig, sagte der Geschäftsführer von Audi Hungary Thomas Faustmann, wobei die Höhe der Steuer irrelevant wäre. Es stellt sich vielmehr die Frage, was Zusagen der Regierung wert seien. Den weiteren Zuzug von Unternehmen, die sich über die Steuer- und Abgabenlast in ihren Heimatländern beschweren, wird dies sicherlich nicht fördern, stellt dieser Wortbruch doch alle Kalkulationen von geplanten Investitionen in Frage.
Auch der deutsche Mittelstand zeigt sich unbeeindruckt von der Mehrwertsteuererhöhung und schuf im Verlauf des Jahres ca. 120.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Laut einer Umfrage unter 4000 mittelständischen Betrieben beurteilten immerhin 43% ihre aktuelle Lage als gut oder sehr gut und blicken bei gestiegenen Umsätzen auch optimistisch in die Zukunft. Die Konjunkturerholung wirkt sich nun auch auf den Arbeitsmarkt aus. 28% der befragten Unternehmen haben ihr Personal in dem vergangenen halben Jahr bereits aufgestockt und weitere 14% planen demnächst zusätzliche Einstellungen. Als Jobmotoren zeigten sich hier insbesondere Dienstleister, der Handel und der Maschinenbau. Dies nährt die Hoffnung, dass die Arbeitslosigkeit in 2007 dauerhaft unter vier Millionen liegen werde und die privaten Haushalte auch im nächsten Jahr weiter konsumieren und somit die Binnenkonjunktur stützen. Auch die Exportzahlen der deutschen Wirtschaft sorgten für gute Stimmung. Mit einem Plus von knapp zehn Prozent hat die deutsche Wirtschaft auch im August ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Insbesondere die Ausfuhren in die EU-Staaten sind wie schon in den Vormonaten erneut überdurchschnittlich um 11,5 Prozent gewachsen und zeigen, dass Deutschland wie kein anderes Land vom europäischen Binnenmarkt profitiert. Beachtliche 61% der deutschen Exporte gehen mittlerweile in die EU-Staaten und machen die deutsche Wirtschaft unanfälliger gegen eine eventuelle Abschwächung des Wachstums in anderen Regionen.
Neben den Wirtschaftsdaten bewegten Übernahme- und Fusionsfantasien auch im Oktober wieder die Kurse. Bei der Deutsche Börse AG wird weiterhin über eine Fusion mit der amerikanischen Terminbörse Chicago Mercantile Exchange spekuliert, was den Titel im Verlauf des Monats um 7,5 Prozent ansteigen lies. Auch die Aktie der Deutschen Telekom konnte von Übernahmespekulationen durch die Britische Telekom und der Beteiligungsgesellschaft Blackstone profitieren und stieg im Verlauf des Monats um ca. 6%. Für ein Kaufinteresse von Blackstone spricht, dass Blackstone sich bisher nicht an Unternehmen beteiligte, sondern diese immer komplett übernahm. Auch der russische Erdgaskonzern Gazprom ist auf Einkaufstour in Deutschland. Medienberichten zufolge will Gazprom bei deutschen Energiekonzernen Fuß fassen. Insbesondere will der russische Erdgaskonzern bei RWE einsteigen und nutzt die Gelegenheit, dass zahlreiche Kommunen, die bisher rund 30% der Aktien halten, ihre Anteile zu Geld machen wollen. Beim Mischkonzern RAG (ehemals Ruhrkohle) plant Gazprom sich im Zuge des im Frühjahr geplanten Börsengangs zu beteiligen, um sich so den Einstieg in den Haushaltskunden-Markt zu eröffnen. Dies erklärt auch den überraschenden Einstieg von Gazprom bei dem Fußballbundesligist Schalke 04 als Hauptsponsor mit dem Ziel, die Markenbekanntheit in Deutschland und Europa weiter auszubauen. Im Automobilsektor geht der Streit um den LKW-Konzern Scania in die nächste Runde. Während MAN den schwedischen LKW-Hersteller weiterhin übernehmen will, ist VW an einem eigenständigen LKW Konzern interessiert, der sich aus der Nutzfahrzeugsparte von MAN, Scania und der VW Sparte für schwere LKW in Brasilien zusammensetzen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, kaufte VW 15% der MAN Aktien und hat beim Bundeskartellamt Pläne für eine Aufstockung des Konzernanteils am Münchner LKW-Hersteller MAN von bis zu 30% angemeldet. Gleichzeitig kaufte MAN für etwa 900 Mio. Euro Aktien von Scania und hält nun rund 14% der Scania Stimmrechte und erhöhte das bisherige Übernahmeangebot für Scania von 9,6 auf 10.3 Mrd. Euro. Der Scania-Aufsichtsrat lehnte auch dieses Angebot ab und bezeichnete die Offerte als feindliches Angebot. Scania Großaktionär Investor, eine Beteiligungsholding der schwedischen Industriellenfamilie Wallberg, schloss daraufhin ein Gegenangebot Scanias zum Kauf von MAN nicht aus. Mit einer Allianz von MAN, Scania und Volkswagen entstünde der größte europäische LKW-Hersteller.
Der Autohersteller Audi hat seine geplanten Investitionen in Ungarn auf Eis gelegt und reagiert damit auf die eingeführte Solidaritätssteuer in Ungarn. Die Regierung in Budapest hatte Audi zuvor eine Steuerbefreiung bis 2011 garantiert, woraufhin Audi mehr als 3 Mrd. Euro in Ungarn investierte. Der Autohersteller ist der größte Exporteur in Ungarn und beschäftigt 5200 Mitarbeiter. Bereits seit September sei die Solidaritätssteuer in Höhe von vier Prozent fällig, sagte der Geschäftsführer von Audi Hungary Thomas Faustmann, wobei die Höhe der Steuer irrelevant wäre. Es stellt sich vielmehr die Frage, was Zusagen der Regierung wert seien. Den weiteren Zuzug von Unternehmen, die sich über die Steuer- und Abgabenlast in ihren Heimatländern beschweren, wird dies sicherlich nicht fördern, stellt dieser Wortbruch doch alle Kalkulationen von geplanten Investitionen in Frage.

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