Dienstag, August 29, 2006

Basiswissen rund um die Investmentanlage

Das Mysterium um eine gescheite Geldanlage ist weit verbreitet. Kaum jemand nennt genaue Zah-len oder windet sich um die Beraterhaftung. Dieses ist bei vielen Beratungsunternehmen erkenn-bar.
Heute möchte ich nun dieses ein wenig mehr durchleuchten.
Ein Unternehmen verkauft durch eine Emission Anteile seines Unternehmens an der Börse, um dann möglichst viel Geld für weitere Investitionen zu erhalten. Diese Anteile werden dann an der Börse gehandelt und den Fondsgesellschaften zum Kauf angeboten. Je nachdem wie die Kurse und die Attraktivität dieser Geldanlage ist, werden diese Anteile dann gekauft.
Eine Depotbank hat dann die Kontrolle über die Fonds und Gesellschaften und verwaltet dieses Geld fürsorglich. Der DWS Investa beinhaltet z.B. die Dax Werte.
Die Dividende und die Erträge dieser Geldanlage werden dann an die Kapitalgesellschaft oder den Anleger selbst wieder ausgezahlt. Dieses passiert tagtäglich auf der ganzen Welt.
Deutschland ist aber in diesem Segment nicht unbedingt Marktführer, denn die Ängstlichkeit unter den Menschen ist noch weit verbreitet. Immer wieder trifft man Leute an, die lieber Ihr Geld in ab-solut sichere Anlagen stecken, anstatt dieses Geld lieber in eine gescheit,strukturierte Geldanlage zu stecken.
Weiterhin gibt es Unterschiede in der Wahl der Investmentgesellschaften und deren Depotbanken. Diesen Vorgang kann man aber nachrangig beurteilen, wenn man den Hintergrund weiss, dass die Anlagestrategie die jeweilige Rendite ausmacht und nicht die Emittentenauswahl.
Dieses wird immer wieder vergessen oder verschwiegen. Wer damals im Jahre 2000 auf diese Grundsätze gehört hätte, der hätte jetzt kaum Verluste zu beklagen.
Aber dieses ist ja eine andere Geschichte, die sich immer wieder wiederholen kann, aber man kann Ihr entspannt entgegensehen, wenn man gewisse Grundsätze beachtet, die auch im ganzen Netz nachzulesen sind. Beispielweise zum Thema Geldanlage finden sie wertvolle Seiten.

Montag, August 07, 2006

Markteinschätzung August 2006 Welt

Welt
Die Kriegshandlungen im mittleren Osten werden auch im August der Einflussfaktor Nummer eins an den internationalen Märkten sein. Im Verlauf des Julis erreichte der Ölpreis ein neues Allzeithoch. Nachdem jedoch die Rohöllagerbestände entgegen der Erwartungen gestiegen waren, gab der Ölpreis von seinem Hoch jedoch wieder deutlich ab und sank unter die Marke von 74 US- Dollar. Die internationalen Bemühungen um eine Vermittlung zwischen den Kriegsparteien sorgten zum Monatsende dafür, dass der Ölpreis auf diesem Niveau in Erwartung der weiteren Entwicklungen verharrte. Jedoch könnte eine neuerliche Eskalation (bzw. eine Ausweitung der Aktivitäten) im Nahen Osten neue Unsicherheiten in den Markt zurückbringen und den Ölpreis wieder nach oben treiben. Insbesondere ein Eingreifen von Syrien oder des Iran in die Kampfhandlungen würde die Region nachhaltig destabilisieren und die Öllieferungen aus der Region gefährden. Da die weltweiten Produktionskapazitäten einen solchen Ausfall nicht kompensieren könnten, würde diese Entwicklung den Ölpreis explodieren lassen. Da derzeit dieses Worst-Case Szenario nicht wahrscheinlich erscheint, gewöhnen sich die Anleger an die Nachrichten aus der Krisenregion und sind zumindest in den Industrienationen wieder zu Engagements bereit. Beruhigend äußerten sich die Chefvolkswirte führender Banken und konnten so die Sorgen der Anleger vor Konsequenzen des bisherigen Ölpreisanstiegs dämpfen. Nach ihrer Ansicht würde selbst ein nachhaltiger Ölpreis von 85 US-Dollar nur ca. ein oder zwei Zehntel Prozentpunkte globales Wirtschaftswachstum kosten. Aus ihrer Sicht reicht ein Konflikt wie derzeit in Nahost nicht aus, um den globalen Konjunkturzyklus eine neue Richtung zu geben.

Markteinschätzung August 2006 Asien

Erstmals seit sechs Jahren hob die Bank of Japan ihren Leitzins von Null auf 0,25% an. Die Ökonomen sind sich einig, dass dies nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer strafferen Zinspolitik war. In ihrer Erklärung schloss die Bank of Japan jedoch weiterhin aggressive Zinssteigerungen aus. Allerdings signalisierte sie den Beginn einer allmählichen schrittweisen Anhebung der Zinsen in Japan. Dies dürfte langfristig auch zu einer Stärkung des Yen gegenüber dem US Dollar führen. In Verbindung mit dem gestiegenen Ölpreis könnte dies negative Auswirkungen auf das Wachstum der stark vom Export abhängigen Wirtschaft haben. Mit Blick auf die negativen Erfahrungen aus der Deflationsspirale sollte die Bank of Japan äußerst behutsam vorgehen. Ein zu schnelles Anheben des japanischen Leitzinses würde die Wirtschaft gleich doppelt treffen. Ein starker Yen belastet die Exporterlöse der Unternehmen und trübt die Gewinnaussichten der Unternehmen erheblich ein. Da gleichzeitig das Konsumentenvertrauen in Japan zum zweiten Mal in Folge abnahm, befürchten Marktbeobachter eine Verstärkung dieses Effekts durch weitere Zurückhaltung der Konsumenten. Dies könnte dazu führen, dass das Land wieder wie Ende der 90er Jahre in die Deflationsspirale geraten könnte. Die japanische Notenbank wird also ein sehr gutes Händchen bei ihren weiteren Entscheidungen brauchen.

Die Zinserhöhung führte erwartungsgemäß zu weiteren Auflösungen von Carry Trades (vgl. Marktbericht Juli 06) in der Region und somit zu Liquiditätsabflüssen an den asiatischen Märkten. Die steigenden Zinsen in den Industrieländern und der Nahost Konflikt lässt die internationalen Anleger vor dem Eingehen neuer Carry Trades zurückschrecken. Dies könnte sich auch in den folgenden Monaten zu einem Belastungsfaktor entwickeln, da es insbesondere spekulative Marktteilnehmer an den asiatischen Börsen fehlen. Verstärkend wirkt sich der Abgabedruck auf die Währungen der Schwellenländer aus. Wie schon in den vergangenen Wochen sollte im nächsten Monat das Devisenangebot die Nachfrage übersteigen und Druck auf die Währungen ausüben

Markteinschätzung August 2006 Amerika

Amerika
Wie auch die europäischen Märkte standen die US Indices unter geopolitischen Einflüssen. Zusätzlich stellte sich wie auch in den vergangenen Monaten wieder die Frage, wie die zukünftige Zinspolitik der US-Notenbank aussehen wird. Aufschluss hierüber gab Notenbankchef Ben Bernanke. In seiner Rede vor dem US Senat und dem Haus der Repräsentanten äußerte er die Einschätzung der FED, dass die Inflation in den kommenden Quartalen nachlasse. Dies wurde als klares Signal für ein baldiges Ende der Zinserhöhungen gewertet und führte zeitweise zu einem Kursfeuerwerk. Gleichzeitig zeigte sich, dass entgegen der bisherigen Befürchtungen die US-Verbraucher weiter konsumieren. Das Volumen der US-Verbraucherkredite stieg erneut um 2,4% und zeigte, dass die bisherigen Zinserhöhungen die Privathaushalte weniger als bisher erwartet belasten. Die nachhaltig niedrige Arbeitslosenquote von 4,6% und die um 0,5% gestiegenen durchschnittlichen Stundenlöhne lassen ebenfalls vermuten, dass sich hieran vorerst nichts ändern wird. Aufgrund der Konjunkturdaten rechnen nun nur noch 30% der Teilnehmer am Geldmarkt mit einem Zinsschritt am 8. August. Die schwindenden Zinsängste und die Entwicklung im Nahen Osten führte zu einer Flucht der internationalen Anleger in US Anleihen. Die schwach gestartete US Berichtsaison unterstützte diesen Trend bis im Verlauf des Monats die überwiegende Mehrheit der Unternehmen branchenübergreifend gute bis sehr gute Ergebnisse und Ausblicke ablieferten. So konnte Coca-Cola seinen Umsatz entgegen den Erwartungen im 2. Quartal 2006 weiter ausbauen. United Technologies übertraf ebenfalls die Erwartungen und erhöhte seine Jahresprognose. Auch aus dem Finanzsektor kamen bisher sehr gute Zahlen. So überraschte Merrill Lynch die Analysten mit einem Ergebnisanstieg von 43%. Auch der Technologiebereich hatte mit IBM und Texas Instruments die Analysten überzeugt. Ausreißer in der bisherigen Berichtsaison ist Intel, die im Wettbewerb mit dem Konkurrenten AMD deutlich Federn ließen. Im 2. Quartal sank der Konzerngewinn deutlich um 56,6%. Trotz einiger wenig zufrieden stellender Ergebnisse überwiegen die positiven Meldungen. So profitiert Apple auch weiterhin von dem MP3 Player iPod. Das Unternehmen setze im 2. Quartal 2006 8,11 Millionen iPods ab. Dies sind 32% mehr als im Vorjahr und eine Marktsättigung scheint immer noch in weiter Ferne. Auch der für sein Ketchup bekannte Kraft Konzern hob nach einem sehr guten Quartalsergebnis seine Prognose für das Geschäftsjahr an. Der weltweit größte Aluminiumhersteller Alcoa konnte sogar den höchsten Quartalsgewinn in der Firmengeschichte melden. Auch aus dem Telekommunikationssektor überzeugten die Zahlen. AT&T übertraf mit den gemeldeten Ergebnissen den Konsens der Analysten.
Sogar einen Gewinner der Fußball WM hatte die US Börse. Ein starkes Europa-Geschäft während der Fußball WM hat McDonalds im zweiten Quartal zu einem kräftigen Gewinnschub verholfen. Das Unternehmen fuhr in diesem Zeitraum das beste Europa-Ergebnis seit 10 Jahren ein. Das Nettoergebnis der Hamburger-Restaurantkette stieg um 57% auf 834,1 Mio. US$. Insgesamt konnten in der bisherigen Berichtsaison über 2/3 der Unternehmensberichte die Erwartungen der Analysten übertreffen. Nur ca. 10% lagen darunter. Im Schnitt rechneten die Finanzexperten mit Gewinnzuwächsen von gut 11% gegenüber dem Vorjahr und damit dem zwölften prozentual zweistelligen Anstieg in Folge. Auch die Ausblicke der Unternehmen konnten überzeugen, so dass die Analysten nach einem erwarteten Gewinnanstieg von 12% im Jahr 2006 nun 14% ausgehen

Markteinschätzung August 2006 Deutschland

Deutschland/ Europa
Die europäischen Indices hatten im vergangenen Monat unter den geopolitischen Spannungen zu leiden. Nachdem Nordkorea mit erneuten Raketentests für Unruhe sorgte, kehrte etwas Ruhe ein. Die Investoren hatten den Blick bereits auf den Beginn der Berichtssaison gerichtet, als die Nachricht von Bombenanschlägen in Indien über die Bildschirme lief. Blieben die Einflüsse auf Marktstimmung und Kurse noch sehr begrenzt, sorgte die Eskalation des Konfliktes im Nahen Osten einen Tag später für deutlichere Auswirkungen. Rohöl stieg aufgrund der Bilder aus dem Nahen Osten sehr deutlich im Preis und erreichte mit über 78 US$ für einen Barrel der Sorte WTI ein neues historisches Hoch. Obwohl weder Israel noch der Libanon Öl liefern, fielen die Aktienkurse auf breiter Front. Befürchtungen einer Ausweitung des Konflikts auf Syrien und den Iran ließen Anleger sichere Häfen ansteuern. So fiel der Zins für 10-jährige Anleihen, trotz der Erwartung weiterer Zinsschritte durch die EZB, unter 4%. Der Dax testete die Marke von 5.400 Punkten, bevor die guten Unternehmensdaten den Index wieder auf das Niveau vom Monatsanfang hoben. Den Anfang machte der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Merck. Der operative Gewinn der Darmstädter hat sich um 24% auf 251,5 Mio. Euro erhöht und konnte damit die Erwartungen der Analysten übertreffen. Das Ergebnis nach Fremdanteilen nahm dank des Sondergewinns aus dem Verkauf der Schering-Beteiligung sogar um satte 113% zu. SAP schockte kurz darauf die Analysten mit ihren vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal. Insbesondere bei den Erlösen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen verfehlten die Walldorfer die Erwartungen der Analysten. Dies führte zu einem völlig übertriebenen Einbruch der SAP Aktie von zehn Prozent. Die Übertreibung wurde überdeutlich als SAP den vollständigen Quartalsbericht vorlegte. Die schwächer als erwartet ausgefallenen Softwareumsätzen waren vor allem auf Verzögerungen bei der Bilanzierung der Aufträge zurück zu führen. Nach Bereinigung der Umsätze stieg der Überschuss um 43% auf 414 Mio. Euro. Obwohl die Daten bereinigt wurden und der Vorstand der SAP die Jahresprognose bekräftigt, konnte die Aktie bisher ihre Verluste nicht wieder aufholen. Der sich im Umbau befindliche Autokonzern VW ist mit seiner Sanierung auf einem guten Weg. Im ersten Halbjahr konnte der Wolfsburger Konzern seinen Umsatz weiter ausbauen und schnitt operativ besser als vom Markt erwartet ab.
Auch der Ausblick war besser als von den Analysten erwartet. Unerwartet stark steigerte die Postbank ihren Nettogewinn im zweiten Quartal 2006. Der derzeit heißeste Kandidat für den Aufstieg in den Dax legte trotz einer milliardenschweren Übernahme um mehr als 20% zu. Auch die Eigenkapitalrendite konnte deutlich verbessert werden.
Auch auf europäischer Ebene konnten die Unternehmenszahlen überwiegend die Analysten überzeugen. Die spanische Telefonica konnte einen sprunghaften Anstieg des Nettogewinns im ersten Halbjahr von 1,84 auf 2,57 Milliarden Euro melden. Der Pharma- und Diagnostikkonzern Roche steigerte seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 37% auf 4,54 Mrd. Schweizer Franken und erhöhte seine Jahresprognose aufgrund der Margenverbesserung insbesondere in der Pharmasparte. Das fast alle Branchen gut verdienen zeigte gegen Ende des Monats der Luxusgüterhersteller LVMH. Der Hersteller von Dior Parfüm, Louis Vitton Produkten und Moet Champagner konnte seinen Umsatz um mehr als 13% steigern.

Zu den guten Unternehmenszahlen gesellten sich weitere Nachrichten über Übernahmen. Besonders überraschte die Meldung, dass der Handelskonzern Metro das Deutschland- Geschäft des Konkurrenten Wal-Mart übernimmt. Der US-Warenhauskonzern beendet damit sein verlustreiches Engagement auf dem deutschen Markt. Die beiden Konzerne haben sich darauf geeinigt, dass die 85 SB-Warenhäuser von Wal-Mart in Deutschland an Metro gehen. Bei 19 Standorten übernimmt Metro auch das Immobilieneigentum, die übrigen Märkte sind gemietet.

Während die Unternehmenszahlen mehrheitlich überzeugen konnten, senden die Konjunkturindikatoren im Verlauf des Monats keine eindeutigen Signale. Die ZEW-Konjunkturerwartungen fielen deutlich niedriger als im Vormonat aus. Hierfür wurde insbesondere die Enttäuschung der befragten Finanzexperten über die bisherige Reformpolitik der Bundesregierung angeführt. Insbesondere stießen den Experten die neuen Belastungen für die Bürger auf, ohne dass Reformerfolge erkennbar sind. Einen positiveren Ausblick gaben die durch das ifo-Institut befragten Unternehmen. Zwar ist der ifo-Index leicht gefallen, dies wurde allerdings nach dem rasanten Anstieg im Juni auf ein 15 Jahreshoch erwartet. Das Institut betonte, dass dieser leichte Rückgang keine konjunkturelle Trendwende bedeutet. Die positive Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft sei weiterhin aufwärts gerichtet. Insgesamt zeichnete sich aus den im Juli veröffentlichten Konjunkturdaten ein positives Bild für die europäischen Aktienmärkte, während die Rentenmärkte weiter unter den bevorstehenden Zinserhöhungen leiden werden. In der ersten Augustwoche steuert die Berichtssaison ihrem Höhepunkt entgegen. Zwölf der 30 Dax-Unternehmen legen ihre Ergebnisse vor, darunter Deutsche Bank AG, Metro, der Autobauer BMW und die Münchner Rück. Da die Zahlen ähnlich gut ausfallen sollten wie in den vergangenen Wochen, könnte der Dax weiter zulegen.