Pannenstory bei Sony nimmt kein Ende
Unruhe brachte der nordkoreanische Nukleartest in die internationalen Aktienmärkte. Es zeigte sich jedoch, dass politische Börsenbewegungen kurze Beine haben. Belastete die Situation die asiatischen Märkte fast den gesamten Monat, traten die Unternehmenszahlen in den anderen Regionen in den Vordergrund. Allmählich beruhigten sich allerdings auch hier die Gemüter und man konzentrierte sich wieder auf die Wirtschaftsdaten. Obwohl die Unternehmenszahlen etwas durchwachsener waren als in den USA und Europa, konnten die Ergebnisse mehrheitlich auch hier überzeugen. Wenig überraschend waren die Zahlen von Sony. Der von der Akku-Krise gebeutelte Elektronikkonzern musste eine Halbierung des Unternehmensgewinns vermelden und senkte gleichzeitig die Gewinnerwartung für das laufende Jahr. Als sollte das noch nicht reichen, meldete man kurz darauf den Rückruf von weiteren schadhafter Akkus. Insgesamt meldete Sony den Rückruf von mehr als 250.000 Akkus, so dass sich die Analysten fragen, ob die geschätzten Kosten in Höhe von ca. 60 Milliarden Yen überhaupt ausreichend sind. Gleichzeitig muss man die Gewinnerwartungen der nächsten Jahre in Frage stellen, da Sony aufgrund der Rückrufaktion Marktanteile verloren hat. Nicht nur der Imageschaden für die Japaner ist hierfür verantwortlich, sondern auch die Tatsache, dass Sony wegen der großen Zahl der zu ersetzenden Akkus keine Akkus für neue PCs liefern konnte. Wie Sony eingestehen musste, verfügt der Konzern nicht über ausreichend Fertigungskapazität, um sowohl die Ersatzbatterien für den Rückruf als auch die Batterien für neue PCs gleichzeitig zu produzieren. Große PC-Hersteller, wie Dell und Apple, haben schon den Lieferanten gewechselt.
Sehr erfolgreich war der weltweit größte Börsengang der Industrial & Commercial Bank of China. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf 21,9 Milliarden US Dollar und bringt die Chinesische Staatsbank aus dem Stand auf Rang fünf der größten Banken der Welt, mit einer Marktkapitalisierung von knapp 147 Milliarden US Dollar. Die ICBC hat 360.000 Mitarbeiter und 18.800 Filialen in China. Ihr Kundenstamm von 150 Millionen Kunden zählt mehr Köpfe als Russland Einwohner hat.
Unsicherheit über die zukünftige Zinspolitik der Bank of Japan brachte die neueste Meldung zur Inflationsrate von Japan. Erneut stiegen die Verbraucherpreise weniger als von den Analysten erhofft und nährten die Befürchtungen, dass die Erholung der japanischen Wirtschaft unsicherer ist als bisher erwartet. Bekämpfen die FED und die EZB die zu hohe Inflation, würden sich die Japaner eine höhere Inflation wünschen, würde sie doch zeigen, dass die Unternehmen nach einer langen Phase der Deflation wieder Preissteigerungen im Inland durchsetzen könnten. Dieses zweite Standbein wird für die japanischen Unternehmen immer wichtiger, da das Abschwächen der US-Wirtschaft die Konzerne härter trifft als die europäischen Konkurrenten, weil der Anteil der Exporte in die USA an den Gesamtexporten wesentlich höher ist.
Dies wird auch in den nächsten Monaten dazu führen, dass die japanischen Aktien stärker auf die US Konjunkturdaten reagieren werden als die europäischen Aktien.
Sehr erfolgreich war der weltweit größte Börsengang der Industrial & Commercial Bank of China. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf 21,9 Milliarden US Dollar und bringt die Chinesische Staatsbank aus dem Stand auf Rang fünf der größten Banken der Welt, mit einer Marktkapitalisierung von knapp 147 Milliarden US Dollar. Die ICBC hat 360.000 Mitarbeiter und 18.800 Filialen in China. Ihr Kundenstamm von 150 Millionen Kunden zählt mehr Köpfe als Russland Einwohner hat.
Unsicherheit über die zukünftige Zinspolitik der Bank of Japan brachte die neueste Meldung zur Inflationsrate von Japan. Erneut stiegen die Verbraucherpreise weniger als von den Analysten erhofft und nährten die Befürchtungen, dass die Erholung der japanischen Wirtschaft unsicherer ist als bisher erwartet. Bekämpfen die FED und die EZB die zu hohe Inflation, würden sich die Japaner eine höhere Inflation wünschen, würde sie doch zeigen, dass die Unternehmen nach einer langen Phase der Deflation wieder Preissteigerungen im Inland durchsetzen könnten. Dieses zweite Standbein wird für die japanischen Unternehmen immer wichtiger, da das Abschwächen der US-Wirtschaft die Konzerne härter trifft als die europäischen Konkurrenten, weil der Anteil der Exporte in die USA an den Gesamtexporten wesentlich höher ist.
Dies wird auch in den nächsten Monaten dazu führen, dass die japanischen Aktien stärker auf die US Konjunkturdaten reagieren werden als die europäischen Aktien.
