Donnerstag, Januar 18, 2007

Entwicklungspleite bei Pfizer

Bei so guten Konjunkturdaten konnten negative Unternehmensnachrichten nur kurz für Aufregung sorgen. Hier stach der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer besonderst negativ hervor. Wenige Tage nachdem Pfizer noch die hohen Erwartungen an das in der Entwicklung befindliche Herz-Kreis-Mittel Torcetrapid bekundete, teilte das Unternehmen den Abbruch der Entwicklung mit. Damit werden die mittelfristigen Ertragserwartungen des Konzerns erheblich gedämpft, weil Torcetrapid ein dringend benötigter Nachfolger für Pfizers wichtigstes Produkt, den Cholesterinsenker Lipidor, war. Der Patentschutz für Lipidor, das rund ein Viertel des Umsatzes und mehr als die Hälfte des Gewinns liefert, läuft in 2010 aus. Pfizer beschäftigt weltweit 106.000 Menschen und erzielte 2005 einen Umsatz von 51 Mrd. US Dollar. Um die Anleger zu beruhigen, kündigte der Konzern einen höheren Gewinn pro Aktie für das Geschäftsjahr 2006 und einen Stellenabbau in der US Vertriebsmannschaft an.
Erfreulich verlief das US Weihnachtsgeschäft. Luxusketten und Kaufhäuser meldeten nach einem schwachen Beginn der Saison gegen Ende Rekordumsätze und zeigten, dass der US Verbraucher entgegen aller Befürchtungen doch weiter konsumiert.