Donnerstag, Januar 18, 2007

"soft-landing" der US-Wirtschaft immer wahrscheinlicher

Unterstützt von guten Konjunkturdaten, die eine "soft-landing" der US Wirtschaft signalisierten, konnte der Dow Jones Industrial im Dezember 2,5% zulegen. Den Anfang machte die Meldung, dass das US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal um 2,2% gewachsen war. Die ursprünglichen Schätzungen lagen bei nur 1,6%. Der kurz darauf erschienene Arbeitsmarktbericht sorgte ebenfalls für gute Stimmung, wurden doch mit 132.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft deutlich mehr als die erwarteten 105.000 Stellen geschaffen. Gleichzeitig wurden die Zahlen für September und Oktober um 42.000 neue Stellen nach oben revidiert, stieg die Arbeitslosenquote um nur marginale 0,1% und die Arbeitskosten waren ebenfalls fast unverändert. Trotz der guten Konjunkturdaten ließ die US Notenbank FED den Leitzins unverändert bei 5,25%. Zugleich bekräftigte die FED in ihrer schriftlichen Begründung erneut die Inflationsgefahr und hält sich weitere Zinserhöhungen offen. Dies enttäuschte einige Marktteilnehmer, die im ersten Halbjahr 2007 auf eine Zinssenkung spekuliert hatten. Für ein Nachlassen der Inflationsängste sorgte auch das um fast 10% gesunkene Handelsbilanzdefizit. Mit 58,9 Milliarden US Dollar hatte die USA das niedrigste Handelsbilanzdefizit seit August 2005.