Mittwoch, Februar 14, 2007

Mehrheit der Analysten rechnet mit zwei Leitzinserhöhungen

Die robusten Konjunkturdaten zu Jahresbeginn und die positiven Unternehmensergebnisse führten dazu, dass etliche Banken ihre Zinsprognosen von bisher 3,75% als Ende der Erhöhungsrunde auf 4,0% anhoben. Inzwischen rechnet eine Mehrheit der monatlich von Reuters befragten rund 70 Analysten mit einem Leitzins in dieser Höhe bis September. Diese Einschätzung wurde durch die Äußerungen des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet verstärkt. In der Pressekonferenz im Anschluss an die letzte Notenbanksitzung wies er erneut auf die Inflationsrisiken hin. Gleichzeitig sei der Leitzins von 3,5 Prozent weiter niedrig und die Wirtschaft mit Geld versorgt. Mit der Formulierung: "Entschlossenes und rechtzeitiges handeln ist geboten, um zu gewährleisten, dass mittelfristig die Risiken für die Preisstabilität nicht eintreten." deutete Trichet eine Verschiebung der für Februar erwarteten Zinserhöhung in den März an.