US-Zinssenkung rückt in weite Ferne
Die US-Wirtschaft lieferte für einige Analysten im Laufe des Monats überraschend robuste Zahlen. So stiegen die Zahl der US-Wohnbaubeginne im Dezember um 4,5% auf 1,642 Millionen Einheiten und der US-Arbeitsmarkt lieferte ebenfalls positive Signale. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel um 8.000 auf 290.000. Volkswirte hatten einen Anstieg der Anträge prophezeit. Gleichzeitig vermeldete das US-Arbeitsministerium einen Anstieg der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft von 167.000 gegenüber dem Vormonat. Auch der viel beachtete Konjunktur-Index der Notenbank von Philadelphia, der so genannte Phily-Fed, stieg mit 8,3% stärker als Volkswirte erwartet hatten. Im Blickpunkt stand allerdings vor allem die Inflationsentwicklung. Hier gab es keine Entwarnung. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember erstmals seit August wieder. Der Zuwachs gegenüber dem Vormonat betrug 0,5% und war somit 20% höher als von den Analysten erwartet. Angesichts dieser Zahlen wird es zunehmend unwahrscheinlicher, dass die US-Notenbank im ersten Halbjahr die Zinsen senkt. Im Gegenteil, je weniger das Wirtschaftswachstum in Frage gestellt wird, umso mehr fragt man sich, ob die FED mit ihren Zinserhöhungen fertig ist.

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