Dies lassen auch die überwiegende Mehrheit der Quartalsergebnisse der Unternehmen vermuten. Siemens, Nokia, und Philips präsentierten sich mit glänzenden Zahlen. Dem standen die deutschen Autobauer Porsche und BMW um nichts nach. Porsche gab eine Verfünffachung seines Gewinns bekannt und untermauerte erneut seine Position als rentabelster Autobauer der Welt. Auch BMW erzielte mit knapp 49 Mrd. Euro Umsatz einen Rekordwert und stellte ein noch besseres laufendes Jahr in Aussicht. Auch Infineon blickt optimistisch in das laufende Jahr. Im Auftaktquartal fuhr der Konzern einen Gewinn ein und die Belastungen durch die BenQ-Pleite fallen geringer als befürchtet aus. Zuversicht für das weitere Geschäftsjahr zieht das Unternehmen aus der wieder anziehenden Nachfrage nach Chips für die Industrie und die Autobranche. Zusätzlichen Auftrieb erhielt die Aktie des Unternehmens nachdem sich hartnäckig Gerüchte halten, die besagen, dass Infineon die Mobilfunkplattform für das neue Multimedia-Handy iPhone des US-Computerkonzern Apple liefert.
Einen Anstieg des DAX verhinderte im Januar mal wieder die Deutsche Telekom. Nachdem der Konzern bereits im August letzten Jahres seine Planziele nach unten korrigiert hatte, teilte das Unternehmen mit, dass es im abgelaufenen Geschäftsjahr das Umsatzziel verfehlt hat. Gleichzeitig teilte Konzernchef Rene Obermann eine weitere Senkung der Geschäftsprognosen mit. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde in diesem Jahr 1,2 Mrd. Euro niedriger ausfallen als bisher geplant. Mit der erneuten Prognosesenkung droht die Telekom das ohnehin erschütterte Vertrauen der Finanzmärkte zu verlieren. Die Gewinnerwartung für 2007 liegt mit 19 Mrd. Euro inzwischen gut 3 Mrd. Euro niedriger als Ende 2005 in Aussicht gestellt. Die geringe Halbwertzeit der Telekom-Prognosen kritisieren insbesondere Analysten, die sich allmählich fragen, ob der Finanzvorstand noch den Überblick über die Unternehmenszahlen hat. Noch im Dezember hatte die Telekom den Eindruck erweckt, dank seiner neuen Tarifoffensive schwäche sich der Kundenschwund ab. Neueste Zahlen zeigen allerdings nun eine weitere Beschleunigung. Danach verlor die Telekom im Inland 2006 gut zwei Millionen Festnetzkunden und damit 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor.