Schlechte Nachrichten kamen erneut aus der Solarbranche. Der angeschlagene Solaranlagenbauer Conergy steckt wohl tiefer in den roten Zahlen als bisher befürchtet. Der Conergy Vorstand erwartet nun für 2007 einen Verlust vor Zinsen und Steuern zwischen 150 und 200 Millionen Euro. Dies teilte das Unternehmen im Dezember mit und übertraf damit selbst die schlimmsten Befürchtungen. Bisher wurde ein operativer Verlust von gerade mal 10 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Zwar hat das Unternehmen angekündigt, den Betrieb zu verschlanken, hunderte von Stellen zu steichen und verschiedene Geschäftsfelder abgegeben, allerdings verloren viele Aktionäre das Vertrauen, was zu einem Einbruch der Aktie von bis zu 22% führte. Am Beispiel Conergy zeigte sich, wie schon zu Neue Markt Zeiten, dass ein steiler Aufstieg und ein rasanter Absturz bei kleinen Themenanbietern nahe beieinander liegen. Conergy kämpft mit Misswirtschaft und einer überhasteten Expansion. Eine Ausweitung der Verluste in dem expandierenden Markt der erneuerbaren Energien zeigt, dass nicht jede Idee bei allen Unternehmen der Branche automatisch zu Gewinnen führt. Das starke Wachstum der Branche fordert eine hohe Professionalität, insbesondere des Finanzmanagements. Dieses lässt allerdings gerade bei den Pionierfirmen oft zu wünschen übrig. Immer mehr Anleger erkennen, dass man von diesem Wirtschaftszweig auch weniger riskant profitieren kann.


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