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Weltweites Eingreifen von Regierungen stabilisiert die Finanzmärkte
November 10, 2008 | 1 Comment
Eine beispiellose weltweite Reaktion der Regierungen sorgte für die notwendige Entlastung an den Kapitalmärkten. Ungeachtet der unterschiedlichen politischen Meinungen rund um den Globus schafften es die Regierungen konsequent und erfolgreich die Krise zu entschärfen. Gleichzeitig senkten die Notenbanken weltweit die Leitzinsen und sorgten so für dringend notwendige bezahlbare Liquidität. Eine Entschärfung der Bilanzierungsrichtlinien sorgte global für zusätzliche Entspannung bei den Unternehmen. Die Aktionen verfehlten auch bei den Anlegern nicht ihre Wirkung, was für steigende Kurse an den internationalen Handelsplätzen sorgte.
Alles ist wieder gut? Mitnichten. Trotzdem bietet das derzeitige Umfeld bei allen bestehenden Risiken nicht wenige Chancen. Im Umfeld der Rezessionsangst zeigen sich genauso Übertreibungen wie in Zeiten der Euphorie. Wie lange der Vertrauensverlust der vergangenen Wochen und Monate anhält, ist nicht vorher zu sagen. Emotionen bestimmen derzeit die Richtung, so dass eine seriöse kurzfristige Prognose nicht möglich ist. Lediglich extreme Bewegungen der Märkte scheinen unwahrscheinlicher. Die Frage bleibt, wie sich die Unternehmensgewinne zukünftig entwickeln. Die Angst vor einer Rezession lässt viele Anleger die Bewertungen der Aktiengesellschaften in Frage stellen. Ein Grund sich diese näher anzuschauen. Wie sind die Unternehmen derzeit fundamental bewertet? Im folgenden Schaubild stehen die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) von repräsentativen Indizes den KGVs von 2003 und den langfristigen Durchschnitt seit 1980 gegenüber.
Die niedrigen KGVs wurden anhand der bestehenden Gewinnprognosen errechnet. Die Frage, die sich stellt, ist: Sind diese Gewinnerwartungen im derzeitigen Marktumfeld gerechtfertigt? Hier liegen die Meinungen so weit wie selten auseinander. Während einige Analysten von einem moderaten Gewinnrückgang ausgehen, sehen andere starke Auswirkungen einer Rezession auf die Gewinne der Unternehmen. Vergleicht man die KGVs mit den langfristigen Durchschnitten, zeigt die Betrachtung, dass fundamental die Bewertung der Aktien Chancen bietet. Eine Halbierung der Gewinne der in den Indices enthaltenen Unternehmen brächte das Verhältnis in die Nähe der langfristigen Durchschnitte. Diese wurden zumindest bisher als fair angesehen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines solchen dramatischen, übergreifenden Gewinneinbruchs istist im derzeitigen Umfled nicht einzuschätzen. Die Zahl der, die langfristig Chancen sehen, dürfte in nächster Zeit jedoch zunehmen.
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aber so ganz hat es noch nicht funktioniert.. hoffen wir mal weiter..