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Laufender Geschäftsverkehr
August 24, 2008 | Leave a Comment
Grundsätzlich wäre es denkbar, bei jedem einzelnen Geschäftsvorfall die Bilanz zu verändern, d. h. direkt in die Bilanz zu buchen. Dies wäre aber äußerst umständlich, unübersichtlich und nicht mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung vereinbar. Deshalb wird die Bilanz in einzelne Bestandteile zerlegt, auf denen während eines Geschäftsjahres die Geschäftsvorfälle verbucht werden und aus denen sich am Geschäftsjahresende wieder eine Bilanz ableiten lässt. Diese Bilanzbestandteile bezeichnet man als Bestandskonten. Neben den Bestandskonten werden Erfolgskonten für die Verbuchung von Aufwendungen (wie Löhne, Gehälter) und Erträgen (wie z.B. Verkaufserlöse) gebildet. Konten fördern eine systematische Verbuchung, indem gleichartige Geschäftsvorfälle durch eine Verbuchung auf demselben Konto zusammengeführt werden.
Es erleichtert die Durchführung der Buchführung, wenn die Konten eines Unternehmens klar und zweckmäßig gegliedert sind. Dazu wurden so genannte „Kontenrahmen” entwickelt, die als allgemeine Ordnungsschemata eine systematische Übersicht über die in der Buchhaltung eines Unternehmens möglicherweise auftretende Konten geben. In Deutschland ist der Industriekontenrahmen (IKR) weit verbreitet, der für Gewerbe-, Industrie- und Handelsunternehmen entwickelt wurde. Die Zusammenfassung der Konten zu Kontenklassen folgt den einzelnen Positionen der Jahresbilanz und der Erfolgsrechnung. Für jede Bilanz- und GuV-Position wurde eine korrespondierende Kontenklasse geschaffen.
Ein Kontenrahmen enthält ein umfassendes Kontensystem. Ein einzelnes Unternehmen benötigt nicht alle diese Konten. Daher leitet sich jedes Unternehmen aus dem Kontenrahmen einen Kontenplan ab, der nur diejenigen Konten des Kontenrahmens berücksichtigt, die im Unternehmen angewendet werden.
Während des Jahres erfolgt die Verbuchung der einzelnen Geschäftsvorfälle auf den Konten. Dabei bestehen viele Besonderheiten, deren Erläuterung an dieser Stelle zu weit führen würde.
Zum Bilanzstichtag erfolgt der Abschluss aller Konten. Dazu wird für jedes Konto dessen Endbestand, der so genannte Saldo, ermittelt. Aus den Endbeständen aller Bestandskonten ergibt sich die neue Bilanz, die Salden der Erfolgskonten gehen in die Gewinn- und Verlust-Rechnung ein.
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