In den USA haben im Mai und Juni die Insider-Verkäufe massiv zugenommen. Als Insider gelten Vorstände, Aufsichtsräte und deren Angehörige. Marktbeobachter schließen aus den Aktiengeschäften der Unternehmensführer, dass der Anstieg an den US-amerikanischen Börsen bald zu Ende sein könnte. Denn wer kennt sein Unternehmen schon besser als sein Management? Das Verhältnis von Verkäufern zu Käufern war im Mai und Juni auf einem Rekordniveau seit zwei Jahren. Anscheinend erwarten die Firmenchefs nicht, dass sie die Prognosen schlagen können. Optimisten könnten dem Argument der Insiderverkäufe entgegnen, dass nach drei Jahren fallender Aktienmärkte Manager den Anstieg der Börse für Verkäufe nutzen. In den USA machen sogenannte flexible Vergütungen – wie Aktien oder Optionen – einen größeren Teil des Lohnes aus als in Europa. Untersuchungen zeigen zudem, dass die Käufe von Unternehmensführern einen besseren Hinweis auf die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen geben als Verkäufe. DAX-Vorstände und Aufsichtsräte haben übrigens im ersten Quartal 2003 (Januar bis März) kräftig Aktien ihrer eigenen Gesellschaft geordert.


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