Im August erreichten erneut zahlreiche europäische Aktienmärkte neue Drei-Jahreshochs. Auch diesen Monat war einer der Einflussfaktoren die anstehende Bundestagswahl in Deutschland. Während die internationalen Anleger bereits klar ihre Hoffnung auf eine Schwarz/Gelbe Regierung durch verstärktes Engagement in deutschen Aktien zum Ausdruck brachten, halten sich die inländischen Anleger weiterhin skeptisch zurück. Der anfängliche Schub an dem deutschen Aktienmarkt durch die Neuwahlen im September hat kurzfristig eher psychologischen Charakter. Die Grundstimmung der Investoren hat sich verbessert, da es möglich erscheint, dass eine neue Regierung über eine solide Mehrheit in Bundestag und Bundesrat verfügt. Damit könnte sie tief greifende Reformen, wie etwa die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte, verwirklichen. Ein langanhaltender Aufwärtstrend erscheint möglich, wenn sich die Anleger berechtigte Hoffnungen auf verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen machen können. Natürlich ist die Regierungspolitik in Deutschland nur einer von vielen Einflüssen, denen der Aktienmarkt ausgesetzt ist. Dennoch besteht eine gute Chance, dass die politische Börse diesmal doch lange Beine bekommt.


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