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Attraktivität deutscher Unternehmen nicht nur von Wahl abhängig
September 26, 2005 | Leave a Comment
Die Attraktivität deutscher Unternehmen ist freilich nicht nur durch mögliche politische Reformen gegeben. Die abgelaufene Berichtssaison zeigte, dass viele deutsche Unternehmen kosteneffizienter als in der Vergangenheit arbeiten und dadurch ihre Margen trotz allgemein schwacher Nachfrage stabilisieren oder sogar erhöhen konnten. Das spiegelt sich auch in den Gewinnerwartungen des DAX-Index wider. Für die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften wird ein Gewinnwachstum von ca. 6,5% im laufenden und von 14% im nächsten Jahr prognostiziert. Ebenfalls für die Attraktivität deutscher Unternehmen spricht, das diese sich immer mehr der Globalisierung anpassen in dem sie ihre Absatzmärkte verbreitern. So erzielten sie im Schnitt nur noch etwa 35% ihrer Umsätze im Inland. 35% der Umsätze wurden in Europa und der Rest weltweit erzielt, Tendenz steigend. Dies erklärt die guten Ergebnisse trotz der Konsumzurückhaltung in Deutschland, bietet aber gleichzeitig Chancen sollte diese aufgegeben werden. Mit Blick auf den historisch niedrigen durchschnittlichen KGV von 12,5 im Dax, bieten sich also auch bei einem, für den Aktienmarkt, unerfreulicheren Wahlausgang weiterhin gute Chancen für Aktieninvestoren in Deutschland.
Da Deutschland die größte Volkswirtschaft des Euroraums ist, werden die hier gestellten Weichen auch die anderen europäischen Indizes beeinflussen. Das robuste globale Konjunkturumfeld stützt die Europäischen Aktienmärkte ebenso wie die bescheidenen Ertragsaussichten für die anderen Assetklassen. Ein Übergreifen der eventuellen Aufbruchsstimmung in Deutschland auf die europäischen Partner scheint nicht ausgeschlossen. Mit einem KGV von ca. 15 im MSCI Europe sind europäische Unternehmen im Vergleich mit den Werten des Standard & Poors (KGV ca. 21) preiswert.
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