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Übernahmegerüchte um Hypo-Vereinsbank 06/2005
Juni 24, 2005 | Leave a Comment
Auch ein weiterer DAX-Finanzwert stand Ende Mai im Interesse der Börsianer. Gerüchte über eine bevorstehende Übernahme der Hypo-Vereinsbank durch die italienische Bank Unicredito trieben die Aktie der Münchner nach oben. In Marktkreisen wird kolportiert, dass die Italiener ein Auge auf die osteuropäischen Aktivitäten der bayrischen Bank geworfen haben. Profitieren von den Spekulationen konnte auch die Münchener Rückversicherung. Sie ist größter Einzelaktionär der Hypo-Vereinsbank. Der Euro könnte in den kommenden Wochen unter Druck geraten. Zwar ist nach dem negativen Ausgang des Verfassungsreferendums in Frankreich wahrscheinlich, dass der Euro erst einmal Stärke zeigt, weil die Ablehnung schon eingepreist war. Von der Zinsseite sollte nach der technischen Reaktion keine Schützenhilfe für die Gemeinschaftswährung kommen. Eine lahmende Konjunktur in Euroland und ein schwacher Preisdruck sollten die Europäische Zentralbank ihren Geradeauskurs beibehalten lassen. Die offiziellen Äußerungen der amerikanischen Notenbank deuten dagegen auf einen fortgesetzten Kurs bei der Geldpolitik hin. Es spricht einiges dafür, dass die FED an ihrer Politik gemäßigter Zinsschritte festhält. Volkswirte und Währungshändler sprechen in diesem Zusammenhang von einer sich für den Dollar positiv ausweitenden Zinsschere. Da die Notenbankzinsen in den USA höher stehen als in Euroland (3 vs 2 Prozent), werden Investoren Anlagen in US-Staatsschulden bevorzugen und somit Dollar gegen Euro kaufen.
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