Auch aus Deutschland kommen wenig vertrauensbildende Nachrichten. Die im DAX notierte Hypo Real Estate erhielt nach eigenen Angaben durch ein Bankenkonsortium einen Kreditrahmen in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt, um unabhängiger von der Krise an den Finanzmärkten zu sein. Die Probleme für das Unternehmen entstanden durch die in 2007 gekaufte Tochtergesellschaft Depfa. Die irische Bank verspekulierte sich bei der Refinanzierung von Langfristprojekten. Statt die langfristigen Ausleihungen durch langfristige Refinanzierungen zu sichern, hat die Depfa diese extrem kurzfristig refinanziert. Aufgrund der Vertrauenskrise am Finanzmarkt standen nun diese kurzfristigen Refinanzierungsmöglichkeiten nicht mehr zur Verfügung. Somit war die Depfa illiquide, die deutsche Muttergesellschaft muss für die Refinanzierung der Projekte sorgen. Dies ist durch das bekannt gegebene Kreditpaket gewährleistet. Die Abschreibungen auf den Firmenwert der Depfa werden allerdings einen wesentlichen Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Hypo Real Estate haben, mit der Folge, dass das Institut für 2008 keine Dividende zahlen wird. Bei all diesen negativen Nachrichten stellt sich die Frage, wie sicher das Geld der privaten Anleger in Deutschland ist. Selbst Nachrichten, die auf den ersten Blick keine Auswirkungen auf deutsche Anleger haben, erweisen sich auf den zweiten Blick als relevant.


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