Bei den Unternehmen wurde mit besonderer Spannung die Quartalszahlen der Deutschen Bank erwartet. Nach dem ersten Verlust in der Geschichte der Deutschen Bank im vergangenen Jahr startete das Kreditinstitut eindrucksvoll in das Jahr 2009. Die Deutsche Bank ist zum Jahresauftakt mit einem unerwarteten Milliardengewinn in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Das Unternehmen meldete für das erste Quartal einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro und übertraf die Schätzungen der Analysten um fast 50 Prozent. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern betrug den Angaben zufolge im ersten Quartal 2009 22 Prozent. Gemäß Zielgrößendefinition der Bank, bei der bestimmte signifikante Gewinne und Belastungen unberücksichtigt bleiben, lag die Eigenkapitalrendite vor Steuern bei 25 Prozent. Lob hat sie dafür in der Öffentlichkeit allerdings kaum erhalten. Stattdessen wird auch von Politikern die Befriedigung des Vorstandsvorsitzenden Ackermann kritisiert, die von ihm früher als Ziel bestimmte Marke einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent vor Steuern wieder erreicht zu haben. Man wirft Ackermann jene Sucht nach Rendite und damit jene Hybris des Bankmanagers vor, die zur aktuellen Finanzkrise und zu dem schlechten Zustand vieler Banken geführt habe. Die Kritik an Ackermann belegt, wie sehr den Leuten das Verständnis für erfolgreiches Wirtschaften abhanden gekommen ist. Denn wie sieht die deutsche Bankenlandschaft in diesem Frühjahr 2009 aus? Von den großen Kreditinstituten befinden sich die Landesbanken mehrheitlich in einem beklagenswerten Zustand, der sie ohne umfangreiche Staatshilfen früher oder später umfallen ließe.


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