Nach der Erhebung des Ifo-Geschäftsklima-Index erwarten Unternehmen einen weiterhin durch Exporte gestützten moderaten Aufschwung. Die Industrie beurteilt die augenblickliche Lage besser als von Beobachtern befürchtet. Der hohe Ölpreis im August hätte die Stimmung stärker eintrüben können. Die positive Bewertung der augenblicklichen Lage (Lageindex) und die Aussicht auf anhaltende außenwirtschaftliche Nachfrage (Erwartungsindex), lässt die Angst vor einer Konjunkturverlangsamung (Industrieproduktion) im dritten und vierten Quartal 2004 für Deutschland geringer werden. Pessimisten und vorsichtige Beobachter warnen vor einer schwächeren außenwirtschaftlichen Nachfrage, weil die Dynamik in den USA und Südostasien nachzulassen scheint. Hinter den Zahlen des Ifo-Index steht eine Befragung von rund 7000 Unternehmen, die zu ihrer heutigen wirtschaftlichen Situation (Lageindex) und ihrer Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung (Erwartungsindex) befragt werden. Der Index wurde entwickelt, um konjunkturelle Wendepunkte vorauszusagen. Eine Faustformel besagt, dass drei Monate in Folge steigender Indexdaten einen Aufschwung anzeigen und drei fallende Indexmonate einen Abschwung signalisieren. Was für einen soliden Aufschwung in Deutschland nach wie vor fehlt, ist die Binnennachfrage.


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