Wie erwartet hob die EZB die Zinsen Anfang Dezember um 0,25% auf 2,25%. Dies war die erste Anhebung des Leitzinses seit fünf Jahren und wurde gerade deshalb von den Analysten kritisch betrachtet. Weniger der Zinsschritt als die Kommentare in der Pressekonferenz sorgten jedoch schnell für Erleichterung. Der EZB-Rat machte deutlich, dass es sich bei der Anhebung nicht um den Auftakt für eine Serie von Zinsschritten nach US amerikanischem Beispiel handelt, sondern künftige Entscheidungen aufgrund der aktuellen Datenlage getroffen werden. Insbesondere der Inflationsrate gilt hier das besondere Augenmerk, da ein Zweitrundeneffekt über Löhne und Gehälter eintreten könnte. Die rückläufigen Energiepreise im Laufe des Dezembers zeigten jedoch, dass diese Befürchtung eher unwahrscheinlich ist. Beruhigend für die Aktienmärkte, da dies die überwiegende Meinung der Analysten bestätigte, dass der Leitzins nächstes Jahr insgesamt nur um 0,5% bis 0,75% steigen wird. Verstärkt durch die guten Konjunkturdaten setzten die europäischen Aktienmärkte ihre Jahresendrallye fort. Insbesondere der DAX erreichte mit 5400 Punkten einen Stand, den am Anfang des Jahres selbst die optimistischsten Analysten nicht prognostiziert hatten. War doch für viele die Marke von 5000 nicht zu erreichen. Auch für den Januar stehen die Vorzeichen für Aktien sehr gut, steht doch Anfang des Jahres die Anlage der zum Jahreswechsel gezahlten Zinsen an. Mit Blick auf die Zinserwartungen und der mangelnden Attraktivität anderer Assetklassen stehen auch hier die Aktien im Mittelpunkt. Dies wird zusätzlich durch die guten Konjunkturdaten gestützt, die im Dezember gemeldet wurden.


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