Mrz
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Die gute Stimmung zeigte sich im Konsumverhalten der Deutschen im Januar. Trotz der Mehrwertsteuererhöhung ist der Konsum in Deutschland im Januar nicht zurückgegangen. Es sieht sogar so aus, dass der Januar 2007 besser gelaufen ist als der Januar 2006. Dies lassen zumindest die ersten Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) vermuten. Zwar ist , wie bereits erwähnt, der Absatz von Automobilen wegen der Vorzieheffekte deutlich zurückgegangen, gleichzeitig haben Textilien, Elektronik und Güter des täglichen Bedarfs in den ersten Wochen 2007 deutlich zulegen können. Auch die vielen Rabattaktionen im Januar haben laut GfK dazu beigetragen, dass der befürchtete Umsatzrückgang vermieden werden konnte. Dies zeigt sich im starken Anstieg des Bruttoinlandsprodukts. Die deutsche Wirtschaft ist 2006 so stark gewachsen wie seit dem Boomjahr 2000 nicht mehr. Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,7 Prozent hatte nun wirklich keiner gerechnet, auch wenn im Verlauf des letzten Jahres die Prognosen kontinuierlich angehoben wurden. Allein zwischen Oktober und Dezember 2006 lag die Wirtschaftsleistung nach Angaben des Bundesamtes um 3,5% höher als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Erste Zahlen für 2007 lassen auch hier die Einschätzung zu, dass dieses Momentum sich im Jahr 2007 fortsetzt.
Bei all diesen positiven Daten stellt sich die Frage, warum wir derzeit eine so brutale Korrektur der Märkte beobachten. Im Gegensatz zu den asiatischen und amerikanischen Märkten kann man in Europa zwar einen Auslöser, aber keine Ursache erkennen. Nach sehr guten Börsenjahren und einer seit Juni letzten Jahres anhaltenden Kursrallye war eine Korrektur notwendig und überfällig. Die Heftigkeit der Korrektur überrascht allerdings und lässt sich nur bedingt mit Gewinnmitnahmen begründen. Vielmehr zeigten sich insbesondere institutionelle Anleger nervös und lösten der Reihe nach ihre Positionen auf. Den weiteren Verlauf der Korrektur abwarten heißt derzeit die Devise. Sicher ist derzeit lediglich, dass die europäischen Aktien fundamental weiterhin interessant sind und ein Großteil des derzeitigen Liquiditätsabflüsses deshalb zurückkehren wird, sobald die Bodenbildung abgeschlossen ist.
Erste Anzeichen für den weiteren kurzfristigen Kursverlauf an den Börsen wird die anstehende EZB-Sitzung geben. Ein Zinsschritt von 0,25% Punkten gilt als sicher. Wichtiger wird die Einschätzung der Notenbank zum Wachstum in Europa und zur Inflation sein. Kürzlich veröffentlichte Äußerungen einzelner Mitglieder des Rates bezüglich einer Überhitzung der europäischen Wirtschaft lassen eine Änderung der derzeitigen Zinspolitik nicht erkennen. Gerade die Befürchtung einer wachstumsbedingten Inflation könnte sich nun als der beruhigende Faktor für die europäischen Standardaktien zeigen. Auch die weiterhin positiven Unternehmenszahlen, die derzeit kaum wahrgenommen werden, deuten darauf hin, dass im Verlauf des Monats die Korrektur beendet ist.
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