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Wachstumsprognose Eurozone 2003 (IWF): 1,9 Prozent
Oktober 2, 2003 | Comments Off
“Die meisten Europäer, die derzeit auf einen Aufschwung warten, müssen ihn sich im Fernsehen anschauen.” Das meint der Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu den Konjunkturaussichten in Europa. Nach Schätzungen der Organisation sollte die Euro-Zone in 2003 mit 0,5 Prozent und in 2004 mit 1,9 Prozent wachsen. Schwaches Verbrauchervertrauen und bescheidene Unternehmensgewinne sollten die Wirtschaft in Europa nicht so Recht in Fahrt kommen lassen. Einzig die Exporte sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) als Wachstumsimpuls. Um die Wachstumsaussichten zu verbessern, mahnt der IWF Strukturreformen und hier besonders Arbeitsmarktreformen an. Wir meinen, dass dieses Bild des lahmenden und unflexiblen Europas die vorherrschende Meinung bei internationalen Investoren ist. Damit ist das Enttäuschungspotential der Märkte für noch geringeres Wachstum begrenzt. Europa – und vor allem Frankreich und Deutschland – wird eigentlich nichts mehr zugetraut. Unbestritten ist aber, dass in den letzten Monaten erste Ansätze zu weitreichenden Korrekturen der Sozialsysteme unternommen wurden. In Deutschland sollten diese Reformen (Gesundheits- und Arbeitsmarktreform) in diesem Herbst durch Parlament und Bundesrat verabschiedet werden. Auch eine strukturelle Steuerreform scheint in Deutschland möglich. Mittelfristig sollten diese Reformen zu einer Dynamisierung der wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Davon sollten die europäischen Aktienbörsen profitieren können. Wir meinen, dass Börsianer im nächsten Jahr eher positiv als negativ von der wirtschaftlichen Entwicklung überrascht werden könnten.
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