Jul
10
Zinsspekulationen bewegen die Märkte
Juli 10, 2007 | Leave a Comment
Die anhaltende Furcht vor höheren Zinsen hatte im vergangenen Monat die europäischen Börsen fest im Griff. Wenig überraschend erhöhte die EZB den Euro-Leitzins um 25 Basispunkte auf nunmehr 4,0%. Es war die achte Zinsanhebung seit Dezember 2005. Gleichzeitig erhöhten die Notenbanker ihre Wachstumsprognose. 2007 werde das Bruttoinlandsprodukt in den 13 Euro-Ländern im Schnitt um 2,6% statt wie bisher angenommen 2,5% zulegen. Wegen des starken Aufschwungs nehmen allerdings laut EZB-Präsident Trichet die Inflationsgefahren weiter zu. Die robuste Konjunktur und steigende Inflation sprechen für weitere Zinsschritte im Laufe des Jahres. Diese Annahme wird durch die Bemerkung Trichets gestützt, dass die Geldpolitik "akkomodierend" sei, also das Wirtschaftswachstum unterstützend. Die EZB-Beobachter sind sich einig, dass bis zum Jahresende noch ein oder zwei Zinsschritte zu jeweils 25 Basispunkten folgen werden. Wie hoch der Leitzins Ende des Jahres sein wird, hängt davon ab, wie die Konjunktur- und Inflationsdaten in den kommenden Monaten ausfallen werden. Weiterhin kann es aber auch zur Abkühlung der deutschen Wirtschaft kommen, wie es hier zu lesen ist.
Benutzer, die diese Seite fanden, suchten auch nach:
- No search results for this post yet...