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Diskussion um Immobilienblase erneut aufgekommen
September 26, 2005 | Leave a Comment
Das Anheben des Zielkorridors bringt wieder das Thema der Immobilienblase stärker ins Rampenlicht. Man spricht von einer Immobilienblase, wenn private Grundeigentümer die gestiegenen Hypothekenzinsen nicht mehr bedienen können. Somit müssen sie sich von ihren Immobilien trennen. Da durch die gestiegenen Kreditkosten die Nachfrage zurück geht, gehen auch die erzielten Preise zurück. Höhere Hypothekenzinsen binden auch Liquidität der Immobilienbesitzer, die ansonsten für den Konsum zur Verfügung steht. Da das Bruttoinlandsprodukt der USA zu über 70% auf dem privaten Konsum basiert, hätte dies auch Auswirkungen auf die gesamte US Konjunktur. Die gestiegenen Immobilienpreise in einigen Regionen der USA nehmen nun einige wenige Analysten zum Anlass, über ein Platzen der möglichen Immobilienblase zu spekulieren. Gegen diese Theorien spricht jedoch, dass nur in einigen Regionen der USA die Immobilienpreise stark angestiegen sind. Auch die niedrige Arbeitslosenquote und die steigenden Einkommen stehen den gestiegenen Finanzierungskosten gegenüber. Auch ist die Nachfrage nach Immobilien in Metropolen wie New York weiterhin höher als das Angebot. Es kann zwar regional zu rückläufigen Preisen kommen, aber nach der derzeitigen Konjunkturlage ist kein “Platzen der Immobilienblase” zu erwarten.
Beruhigend kommt für Investoren in internationale Immobilienfonds hinzu, dass die gewerblichen Immobilien aufgrund ihrer Anlagepolitik hiervon, wenn überhaupt, nur sehr begrenzt betroffen sein sollten. Im Gegensatz zu privaten Immobilien sind die Preise bei gewerblichen Immobilien seit 1994 rückläufig und haben, trotz der Erholung in 2004, global noch Nachholbedarf.
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