Trotz der noch nicht genau zu beziffernden Schäden durch die Hurrikans sah sich die FED auch im September dazu veranlasst, den Leitzins um weitere 0,25% auf 3,75% zu erhöhen. Insbesondere die stark gestiegenen Transportkosten und die daraus resultierende Inflationsgefahr wurden hierfür als Begründung gegeben. Auch die FED sah die Auswirkungen der Schäden nur als kurzfristigen Einflussfaktor auf das Wirtschaftswachstum der USA. Diese Einschätzung wurde durch den vorerst moderaten Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosengeld bestätigt, obwohl ca. 400.000 Stellen durch Katrina vernichtet wurden. Zurzeit spricht alles dafür, dass die FED weiter an ihrer Zinspolitik festhält und auch diesen Monat ein weiterer Zinsschritt zu erwarten ist. Indikator hierfür ist, dass die Verkäufe bestehender Häuser in den USA im August, verglichen mit dem Vormonat, um saisonbereinigt 2% auf einen Jahreswert von 7,29 Mio. gestiegen sind. Volkswirte hatten einen Rückgang um 0,6% erwartet. Dies deutet auf eine weiterhin gute Immobiliennachfrage in den USA hin. Laut FED-Chairman Alan Greenspan wird auch ein Preisrückgang auf dem US-Häusermarkt keine größeren Probleme für Hausbesitzer mit sich bringen, da die große Mehrheit von ihnen über ein ausreichendes Kapitalpolster verfüge. Dies macht die befürchtete Immobilienblase immer unwahrscheinlicher.
Im Monat Oktober wird für den amerikanischen Markt der ausschlaggebende Einflussfaktor die anstehende Berichtsaison für die Unternehmenszahlen des 3.Quartals sein. Es wird erwartet, dass die Unternehmen durch die hohen Ölpreise erst im Herbst in der Breite getroffen werden und die Zahlen überwiegend im Rahmen der Erwartungen liegen. Bleiben größere Überraschungen aus, deutet dies auf einen guten Monat für die amerikanischen Indizes.


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