Während die Europäer und Asiaten in Panik gerieten, feierten die Amerikaner ihren Martin-Luther-King Day. Auch als die amerikanischen Börsen wieder handelten, fielen die Verluste im Vergleich mit den anderen internationalen Märkten sehr moderat aus. Während der DAX rund 16 Prozent nach unten rauschte, bliebt es beim Dow Jones bei rund acht Prozent. Rezessionsgefahr scheint also bei den direkt Betroffenen weniger ein Thema zu sein als beim Rest der Welt. Aber was ist eigentlich Rezession? In den USA sagt das National Bureau of Economic Research (NBER) wann und was eine Rezession ist. Nach NBER-Definition ist die US-Wirtschaft in der Rezession, wenn sowohl Bruttoinlandsprodukt, Beschäftigung, Industrieproduktion und Umsätze von Groß- und Einzelhändler über mehrere Monate krisenhaft schwächeln. Das war in den USA seit 1945 zehnmal der Fall und im Schnitt hielten diese Phasen rund drei Quartale an. Dass eine Rezessionsgefahr besteht, kann man nicht von der Hand weisen, betrachtet man jedoch die einzelnen Faktoren der Definition, relativiert sich das Ausmaß der Gefahr. Das Bruttoinlandsprodukt der USA wird zu 70 Prozent durch den US Verbraucher erwirtschaftet. In der letzten Erhebung zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan blickten diese wieder zuversichtlicher in die Zukunft


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