Erwartungsgemäß setzte die FED die Politik der kleinen Zinsschritte konsequent fort. Die Leitzinsen in den USA liegen, nach der zehnten Zinserhöhung in Folge, auf dem höchsten Niveau seit 10 Jahren. Begründet wurde der Zinsbeschluss mit den Risiken für die Preisstabilität. Die im Vorfeld der Sitzung des Offenmarktausschusses gemeldeten Konjunkturzahlen zeigten, dass das Wirtschaftswachstum in den USA höher als erwartet ausfallen könnte. Zu den gestiegenen Stundenlöhnen und der niedrigen Arbeitslosenquote ist ein neuer Faktor hinzugekommen.
Automobilhersteller setzten auf Jahressicht bis Ende Juli 20,9 Millionen Fahrzeuge ab. Dies wurde nur im Oktober 2001 mit einem Absatz von 21,9 Millionen Fahrzeugen übertroffen. Ursache für diesen Rekordabsatz ist die in den USA durch General Motors eingeleitete Rabattschlacht. Nachdem General Motors die Angestelltenrabatte auf alle Käufer ausweitete, folgen auch die anderen Autobauer Ford und DaimlerChrysler.
Auswirkungen des gestiegenen Autoabsatzes sieht man sofort in den Meinungen der Analysten zum Wirtschaftswachstum in den USA. Einhellige Meinung von 64 durch Bloomberg befragten Volkswirte ist, dass das Wachstum in diesem Jahr bei ca. 4,1% liegen wird. Diese Prognose liegt immerhin 0,6% über den vorangegangenen. Gleichzeitig stiegen die Konsumentenpreise in den USA mit 2,9% um 0,2% schneller als noch im letzten Monat erwartet. Daraus leiten die Befragten ab, dass weitere Zinsschritte durch die FED unausweichlich sind. Erwartet werden weitere Zinsschritte von 0,25% bis zu einem Zins von 4,5% Mitte nächsten Jahres.


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