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Geldanlage Zinsen globales Wachstum von 4 Prozent
Dezember 1, 2004 | Leave a Comment
Der internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2005 ein globales Wachstum von 4 Prozent. Die ursprüngliche Prognose vom Sommer lag bei 4,3 Prozent. Der IWF kritisiert, dass es in Europa Länder gebe, die selbst bei starkem Weltwirtschaftswachstum weniger als 2 Prozent in der Wirtschaftsaktivität zunehmen. Staaten wie Deutschland sollten ihre Arbeitsmärkte flexibilisieren, Bürokratie abbauen und Gütermärkte liberalisieren.
In Russland findet die endgültige Zerschlagung des Erdölkonzerns Yukos statt. Die Steuernachforderungen des Staates belaufen sich mittlerweile auf 24 Milliarden US-Dollar. Das ist das vielfache des heutigen Börsenwertes von Yukos. Mitte Dezember soll zur Begleichung der Steuerschuld die Tochter Yugans verkauft werden. Faktisch läuft die Versteigerung auf die Zerstörung des Konzerns hinaus, weil die Tochter rund 60 Prozent des Ausschusses von Yukos fördert. Internationale Investoren scheinen dem Konflikt zwischen Kreml und Yukos keine Beachtung mehr zu schenken. Der Abschlag gegenüber europäischen und amerikanischen Aktiengesellschaften hat nicht zugenommen. Anleger stoßen nicht ihre Beteiligungen an russischen Aktiengesellschaften ab. Der russische Aktienindex RTX konnte sich trotz der Auseinandersetzung um die Zukunft von Yukos in den letzten Monaten erstaunlich gut behaupten. Investoren sollten immer daran denken, dass in Russland die Nichtbeachtung von Eigentumsrechten und die Willkür des Staates den Rahmen für wirtschaftliche Engagements bilden.
Historisch sind die Monate Dezember, Januar und Februar überdurchschnittlich performende Börsenmonate. Die Wahrscheinlichkeit spricht auch dieses mal für eine gute Entwicklung an den globalen Aktienmärkten. Die Marktteilnehmer sind augenblicklich nicht überschwänglich. Die Bewertungen der Börsengesellschaften sind statistisch gesehen am unteren Rand. Zwar sollte in 2005 die globale Wachstumsdynamik abnehmen. Dennoch sollten die USA mit 4 Prozent, die Eurozone mit 1,6 Prozent und Japan mit 1,8 Prozent ihre Sozialprodukte steigern können (Prognose der Deutschen Bank). Unternehmen sind gut gerüstet, mit Gewinnen an diesem weltweiten Wachstum zu partizipieren. Europäische Anleihen sind bei einem Zinsniveau im zehnjährigen Bereich unter 4 Prozent wenig verführerisch. Es spricht aber wenig dafür, dass dieses Niveau sich nachhaltig anheben wird. In den USA sollten die Zinsen weiter steigen.
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