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Geopolitische Risiken wieder stärker vorhanden
April 11, 2007 | Leave a Comment
Auf der internationalen Ebene verschärfte sich das geopolitische Risiko für die Finanzmärkte durch die von der UNO verhängten Sanktionen gegen den Iran. Als erste Reaktion auf die Sanktionen im Atomstreit schaltete der Iran auf stur und schränkt die Zusammenarbeit mit der internationalen Atombehörde ein. Künftig wird Teheran entscheiden, ob es Inspektionen der Atombehörde zulässt. Die neue UNO- Resolution sieht ein Waffenembargo, Reisebeschränkungen und das Einfrieren von Auslandsgeldern vor. Sie wurde von den fünf Vetomächten USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien gemeinsam mit Deutschland erarbeitet. Sie ist für die Mitgliedsländer verbindlich, steht jedoch ausdrücklich nicht unter Artikel 42 der UN-Charta, der auch militärische Sanktionen erlauben würde. Sollte der Iran seine Urananreicherung nicht wie gefordert innerhalb von 60 Tagen einstellen, drohen weitere Maßnahmen.
Die internationalen Märkte zeigten sich im vergangenen Monat von ihrer volatilen Seite. Dies sollte in diesem nervösen Marktumfeld auch weiterhin der Fall sein. Ob mit der Korrektur im März ein neuer Boden gebildet wurde, ist mit Blick auf die fundamentalen Werte zwar sehr wahrscheinlich, allerdings dürften die Anleger weiterhin sehr nervös auf neue Nachrichten insbesondere aus den USA reagieren, sodass es kurzfristig zu weiteren Rückschlägen kommen könnte. Sofern sich die politische Situation mit dem Iran nicht verschärft, sollten eventuelle Rückschläge allerdings nur von kurzer Dauer sein. Langfristig orientierten Anlegern bieten sich somit auf dem derzeitigen Kursniveau interessante Einstiegskurse.
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