Bei all den schlechten Nachrichten der US Finanzunternehmen blieben die Marktteilnehmer trotz guter Nachrichten von anderen Unternehmen sehr nervös. So hob der US-Mischkonzern 3M seine Prognose für das Jahr 2008 deutlich an. Insbesondere das ohnehin schon sehr gute Auslandsgeschäft soll noch stärker werden. Der Hersteller von Produkten wie Post-It-Haftzetteln sowie Klebe- und Isolierbändern erwirtschaftet zwei Drittel seines Umsatzes im Ausland und profitiert derzeit überdurchschnittlich von dem schwachen US-Dollar. Auch der US-Softwarekonzern wartete mit guten Nachrichten auf. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftjahres steigerte der nach SAP zweitgrößte Firmensoftwareanbieter der Welt seinen Gewinn um 35 Prozent. Dies zerstreute Befürchtungen, dass die derzeitigen Probleme in der US-Wirtschaft zu nachlassenden Ausgaben im Technologiebereich führen könnten. Richtig begeistert waren die Analysten jedoch von den Zahlen des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM). Das Unternehmen verdoppelte im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn und übertraf damit nicht nur die eigenen sondern auch die Erwartungen der Analysten bei weitem. Mit diesen Zahlen lässt das Unternehmen den Konkurrenten Palm weit hinter sich, was das Interesse an der Aktie noch zusätzlich steigerte.
Entgegen vieler Befürchtungen war das Weihnachtsgeschäft für den US-Einzelhandel besser als im Jahr 2006. Nach ersten Daten steigerte sich der Umsatz um 3,6 Prozent gegenüber 2006. Eine beachtliche Zahl, bedenkt man, dass damals keine Subprime Krise das Verbrauchervertrauen belastete und den Konsumenten mehr Geld zur Verfügung stand da das Benzin noch um über 1/3 preiswerter war als heute. Seit Monaten zeigten die Konsumklimaindizes klar nach unten und trotz der trüben Stimmung ließen sich die Amerikaner ihr Weihnachtsfest nicht vermiesen. Gestützt wurde der Konsum durch die zuletzt zunehmende Beschäftigung und die deutlich gestiegenen Löhne. Da weitere Zinssenkungen der FED zusätzliche Entlastung für den amerikanischen Verbraucher bringen sollten, ist auch weiterhin von einem robusten privaten Verbrauch in den USA zu rechnen. 


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