Die positive Konjunkturüberraschung wurde dabei glatt übergangen: Im Ballungsgebiet Chicago beschleunigte sich die Industrie schon wieder. Das signalisiert jedenfalls der Chicago Einkaufsmanagerindex, der im August auf 57,9 sprang (Juli: 50,8). Der Konsens rechnete dagegen mit einem Rückgang auf 50,0. Werte über 50 signalisieren Wachstum. Diese Zahlen passen gut zu den starken Auftragseingängen und der Aufhellung bei den Eigenheimverkäufen, die im Verlauf der letzten Augustwoche gemeldet wurden.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Dollar, trotz angeblicher schwacher Konjunkturzahlen, leicht gegen den Euro anzog. Normalerweise reagiert die US-Währung recht konjunktursensibel und daher negativ auf schwache US-Daten. Der Devisenmarkt sah jedenfalls im Gegensatz zum Aktienmarkt wenig Grund, Geld vom Dollartisch zu nehmen. Hierzu gibt es mit Blick auf die Frühindikatoren auch kaum Anlass. Das von der Universität von Michigan erhobene Konsumklima hellte sich leicht auf und das US-Verbrauchervertrauen stieg bereits den zweiten Monat in Folge. Ursächlich hierfür war hauptsächlich der gesunkene Benzinpreis, der für eine deutliche Entlastung bei den privaten Haushalten sorgte.


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