Trotz der Verbesserung der Preisdaten sieht die FED die Inflation weiterhin als größtes Risiko für die US-Wirtschaft und schließt weitere Zinserhöhungen deshalb nicht aus. Sie ließ zwar in ihrer letzten Sitzung den Leitzins erneut bei 5,25 Prozent, machte allerdings klar, dass die weitere Entwicklung des Ausblicks für die Inflation und das Wachstum eventuell eine weitere Straffung nötig machen könnte. Trotz eines Rückgangs der Inflationsrate liegt diese derzeit immer noch über der Komfortzone der FED, die zwischen ein bis zwei Prozent liegt. Die von einigen Analysten erwartete Zinssenkung scheint jedoch nach den letzten Wirtschaftsdaten erstmal vom Tisch. Zeigte sich die FED noch im Dezember besorgt über die Konjunkturrisiken, sieht sie in ihrer letzten Pressekonferenz ein stärkeres Wachstum und eine Beruhigung des Häusermarktes. Diese Einschätzung wird durch das überraschend gute Wachstum der US-Wirtschaft im letzten Quartal 2006 gestützt. Mit einem Wachstum von 3,5% im Schlussquartal fällt es einem immer schwerer, von einer erheblichen Abschwächung der US-Konjunktur zu sprechen. Im Gegenteil, eine Vielzahl von Konjunkturdaten zeichnen ein robustes Konjunkturbild mit Hinweisen auf eine leichte Abschwächung. So ist laut der letzten Umfragen das US Verbrauchervertrauen weiterhin sehr positiv und befand sich im Februar sogar auf dem höchsten Niveau seit Mai 2002. Gleichzeitig zeigen die Arbeitsmarktdaten, dass weiterhin zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden und somit der private Konsum weiter gestärkt wird. Die rückläufige Industrieproduktion wurde ebenfalls als positiv gewertet, da hierdurch verhindert wird, dass die Lagerbestände erhöht werden.


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