Im Schnitt haben die US-Unternehmen mehr verdient als erwartet: Die Ergebnisse der Monate Januar bis März lagen durchschnittlich 4,8 Prozent über den Prognosen der Analysten. Die Aktienkurse haben im April diesen Trend nicht widergespiegelt. Die schlechten Nachrichten von General Motors, Ford und IBM haben den Blick auf die Berichtssaison getrübt. Das Desaster um den weltgrößten Automobilkonzern General Motors scheint die Stimmung an den US-Aktienbörsen stärker zu beeinflussen als zunächst befürchtet (siehe Marktbericht April 2005). Die Diskussion um die Lage der US-Automobilbranche hat die Risikobereitschaft von Aktienhändler und Fondsmanager nachhaltig eingetrübt. Es war eine Flucht aus Aktien und hochverzinslichen Anleihen in sichere Staatsanleihen zu beobachten. Vorübergehend war der Motorradhersteller Harley Davidson mehr an der Börse wert als der Autoproduzent General Motors. Im Zuge der Verunsicherung flirtete der Dow Jones Index mit der psychologischen Marke von 10 000 Punkten. Seit Jahresanfang haben der S&P 500 Index und der Dow Jones einen mittleren einstelligen Prozentsatz an Wert verloren. Der Technologieindex Nasdaq Composite weist ein zweistelliges negatives Ergebnis auf.


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