Haben die europäischen Handelsplätze den Ölpreisanstieg erstaunlich gut weggesteckt, rückten die Rohstoffpreise mehr und mehr in den Fokus an der Wall Street. Optimisten verweisen auf die Rallye der letzten Wochen. Der Ölpreis gebe nur den Grund für Gewinnmitnahmen, so die Aktienbullen. Erst bei Notierungen von 70 US-Dollar, sollte sich das äußerst positive Sentiment drehen. Im Handel heißt es, dass ungeachtet der festen Rohölnotierungen der Optimismus für den Aktienmarkt überwiegt.
Der amerikanische Broker Merrill Lynch hat errechnet, dass ein Anstieg des Dollars um 10 Prozent auf Jahressicht die durchschnittlichen Gewinne der S&P 500- Werte um fast 3 Prozent reduziert. Investoren sollten deshalb antizyklische Branchen mit geringer Dollarabhängigkeit wie Versorger, Healthcare und Finanzen bevorzugen. Zur Vorsicht rät der Broker bei Technologie- und Grundstoffaktien.
In den USA rückt die Quartalsberichtssaison näher. Die Unternehmen, die ihre Erwartungen zum Veröffentlichungstermin nicht erfüllen können, warnen die Akteure an den Aktienmärkten schon im Vorfeld.


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