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Starmanager Bill Gross sieht niedrige US-Renditen
Juni 24, 2005 | Leave a Comment
Der weltberühmte Rentenfondsmanager Bill Gross prognostiziert für die nächsten 3 bis 5 Jahre fallende Renditen an den US-Zinsmärkten. Der Manager des volumenstärksten Anleihefonds der Welt sieht die Renditen für zehnjährige US-Bonds zwischen 3 und 4,5%. Augenblicklich rentieren die Staatsschulden mit einer Restlaufzeit von 10 Jahren bei etwas mehr als 4%. Diese Markteinschätzung weicht stark vom Konsens ab. Volkswirte und Analysten erwarten steigende Kapitalmarktrenditen in den USA. Zu dieser gegenteiligen Marktmeinung kommt Gross, weil er begrenztes Inflationspotential sieht. Anleiheinvestoren hassen Geldentwertung wie der Teufel das Weihwasser. Stagnierende oder rückläufige Inflationserwartungen lassen Bonds steigen.
Sollten die US-Renditen in den kommenden Jahren dem Szenario von Bill Gross folgen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Rentenkurse in der Eurozone auch steigen. Denn Eurozone-Renditen sind in den vergangenen Jahren im Trend den US-Yields nach unten gefolgt. Die mageren Erträge an den Zinsmärkten könnten neue Investoren an die Aktienmärkte locken. Aktien werden bei fallenden Renditen an den Bondmärkten relativ attraktiver. Eine Dividendenrendite von größer als 3,5% schlägt schon heute die zehnjährige Bundesanleihe. An den europäischen Börsen sind diese dividendenstarken Titel nach wie vor zu finden.
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