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12
US-Automarkt sehr schwach
April 12, 2005 | Leave a Comment
In den Vereinigten Staaten erschütterte der weltgrößte Automobilkonzern General Motors die Anleger. Ein Abrutschen der Absatz- und Produktionszahlen im nordamerikanischen Automarkt führt zu einem Quartalsverlust von 850 Millionen US-Dollar. Zudem reduzierte der Konzern aus Detroit seine Prognose für das Jahr 2005. Den Weg aus der Misere sollen neue Produkte und ein weltweites Sparprogramm ebenen. General Motors ist der Mutterkonzern des in Deutschland produzierenden Autokonzerns Opel, der in den letzten Monaten überlebenswichtige Einschnitte für die deutsche Produktion verhandelt hat. Weltweit leidet die Automobilindustrie unter Überkapazitäten, fallenden Absatzzahlen und -preisen sowie steigenden Rohstoffkosten für Stahl oder Erdöl. Die an den Kreditmärkten gehandelten Unternehmensschulden von General Motors haben auf die schlechten Nachrichten mit Abschlägen reagiert. Corporate Bonds (Unternehmensanleihen) aus der Automobilindustrie sind augenblicklich mit Vorsicht zu genießen. Zwar zahlen sie einen höheren Kupon als Staatsanleihen. Doch tragen Investoren ein erheblich höheres Risiko, das sogenannte Unternehmensrisiko.
An der Wall Street haben die Kurse in den letzten Wochen leichter tendiert. Der Dow Jones Index hat kurz vor der Marke von 10 900 Punkten kehrt gemacht. Charttechniker würden ein Durchbrechen der 11 000 Punktemarke als positives Signal werten. In der augenblicklichen Marktphase fehlen dem Markt gute Unternehmensnachrichten. Von Unternehmensseite überwiegen tendenziell “bad news”. So ist der weltgrößte Versicherungskonzern American International Group (AIG) in einen handfesten Bilanzierungsskandal verwickelt.
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