Ebenfalls gute Nachrichten kamen von der Inflationsseite. Auf Jahressicht ergab sich eine Teuerungsrate von 2,1%, die nur noch knapp über der Komfortzone der FED von 1,0 bis 2,0% liegt. Die Hoffnungen, dass dies die FED davon überzeugt, dass die Inflation sich auf dem gewünschten Abwärtstrend befindet, machte diese allerdings kurz darauf zunichte. Die US-Notenbank fürchtet sich weiter vor der Inflation. Nach wie vor schätzt die FED die Inflationsrisiken höher ein als die Gefahren für die Konjunktur und ließ wie erwartet, den Leitzins unverändert bei 5,25%. Mit ihrer Inflationswarnung enttäuschte die FED viele Marktteilnehmer die auf eine baldige Zinssenkung setzten. Einen ersten Schritt in Richtung niedrigerer Zinsen hat die FED aber getan. Sie verzichtete darauf, weitere Zinserhöhungen in Aussicht zu stellen. Stattdessen spricht sie seither von "künftigen Politikanpassungen", was Zinsschritte in beide Richtungen bedeuten kann.
Insgesamt verstärkten die Meldungen im Monat Mai erneut die Wahrscheinlichkeit einer weichen Landung der US-Wirtschaft. 


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