Mai
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US-Leitzinserhöhung absehbar
Mai 3, 2004 | Leave a Comment
Die Zinsentwicklung hat die amerikanischen Kapitalmärkte und damit die Weltbörsen fest im Griff. Der US-amerikanische Notenbankpräsident Greenspan hat durch öffentliche Äußerungen den Boden für eine Zinswende geebnet: Die wirtschaftliche Erholung habe sich in den letzten Wochen beschleunigt und dank der guten Nachfrage der Privathaushalte und Industrie könnten Unternehmen wieder höhere Preise für ihre Produkte verlangen (Inflationspotential). Allerdings sei wegen der moderaten Lohnentwicklung und hohen Produktivität (sinkende Lohnstückkosten) die Inflationsgefahr begrenzt. Dennoch zeigen die Inflationsindikatoren im April gegenüber März noch oben, was die Notenbanker in ihrer nächsten Sitzung zum Ausdruck bringen werden. Mittlerweile hat das Wirtschaftswachstum sichtbar den Arbeitsmarkt erreicht. Die sogenannte payroll-data (Gehaltslisten der Unternehmen) hat im April nach oben gedreht. Ein wichtiger Indikator für die Notenbanker, dass der Aufschwung an Dynamik gewinnt. Wir haben wiederholt in den Marktberichten auf die Arbeitsmarktzahlen hingewiesen. Beim letzten Marktbericht April 2004 kamen nach der morgendlichen Veröffentlichung nachmittags die ausgezeichneten Arbeitsmarktdaten für März. Das letzte fehlende Teil im Konjunkturpuzzle. Die Kapitalmarktzinsen zeigen seit dem Arbeitsmarktbericht einen Trend nach oben. Der Markt versucht, einen Leitzinsanstieg zu antizipieren. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen stieg auf fast 4,5 Prozent.
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