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US-Notenbank bereitet Markt auf Zinserhöhungen vor
Juni 11, 2008 | Leave a Comment
Entgegen der EZB senkte die amerikanische Notenbank (FED) Anfang April ihren Leitzins um 25 Basispunkte. Dies war die siebte Leitzinssenkung seit August 2007 und brachte den US-Leitzins auf das Niveau vom November 2004. Vieles deutet darauf hin, dass dies vorerst die letzte Zinssenkung in den USA war. Stärker noch als in Europa steigen in den USA die Inflationsängste. Während für die europäischen Verbraucher der Anstieg des Ölpreises durch den starken Euro gedämpft wird, spüren die US Amerikaner den Anstieg der Benzinpreise schmerzlich. Im viel beachteten Kommentar zur Zinsentscheidung betonten die US-Notenbanker die stark gestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel während von weiteren Abwärtsrisiken für die US-Wirtschaft keine Rede mehr war. Hiermit deutet die FED an, dass die lockere Geldpolitik demnächst vorbei sein könnte. Auch die Äußerungen von Tom Hoenig, Präsident der Notenbank von Kansas City, wiesen in diese Richtung. Hoenig nannte die Inflation als seine Hauptsorge. Die Aussicht auf steigende Zinsen stärkte den US-Dollar im Verlauf des Monats. Da die US-Währungshüter ihren Leitzins häufiger und stärker verändern als die EZB, liegt die Vermutung nahe, dass der US-Leitzins noch vor dem europäischen angehoben wird.
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