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US-Wahlausgang könnte kurzfristig Börsen bestimmen
November 3, 2004 | Leave a Comment
Es ist wahrscheinlich, dass die Aktienmärkte für ein paar Tage auf den Ausgang der US-Wahlen reagieren werden. Langfristig sollte es keinen Einfluß haben, ob der Präsident Bush oder Kerry heißt. Bush steht für eine industriefreundliche Politik der Großkonzerne. Auch die öffentlichen Wahlkampfspenden der mächtigen Investmentbanken lassen auf eine Nähe der Bush-Administration zur Wall Street schließen. Rüstungs- und Ölindustrie gehören zudem zu den Unterstützern des amtierenden Präsidenten. Kerry möchte dagegen die Unternehmen stärker an der Finanzierung des Gesundheitssystems beteiligen. Das könnte die Gewinnmargen der Konzerne drücken. Ausserdem muß der neue Präsident die Ausgaben kürzen und Einnahmen steigern. Im Wahlprogramm von Kerry steht die Rücknahme der Steuerminderungen für Superreiche. Grundsätzlich lassen sich keine soliden Thesen über die langfristige Aussagekraft von sogenannten Präsidentenzyklen ableiten. Statistisch lassen sich zwar Marktentwicklungen republikanischen oder demokratischen Präsidenten zuordnen. Ob die Ursache einer prosperierenden Wirtschaft in dem Parteibuch des Präsidenten liegt, ist jedoch fraglich. Die Börse bewegen einfach mehr Faktoren als Parteibücher.
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