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US-Zinsen sollten niedrig bleiben
Februar 2, 2004 | Comments Off
Die amerikanische Notenbank FED hat in ihrer letzten Sitzung niedrige Zinsen bestätigt. Allerdings hat sie ihre Ausdrucksweise ein wenig verändert. Sie sei jetzt “geduldig” mit der Geldpolitik. Übersetzt heißt dies: Sollte die Konjunktur mit inflationären Tendenzen laufen, werden wir die Zinsen anheben (Inflation bedeutet gestiegene Produktpreise und Lohnsteigerungen). Beides ist an den augenblicklichen volkswirtschaftlichen Indikatoren nicht abzulesen. Nach unserer Einschätzung wird die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt den Ausschlag für eine Veränderung der amerikanischen Zentralbankpolitik geben. In den vorherigen Erholungsphasen der amerikanischen Konjunktur hat die FED immer erst dann die Zinsen angehoben, wenn Unternehmen Arbeitskräfte eingestellt hatten. Der Arbeitsmarktbericht für Dezember 2003 hat noch keine Verbesserung der Arbeitsmarktstatistik angezeigt. Die US-Wirtschaft hat im Dezember trotz des Aufschwungs weit weniger Stellen geschaffen als von Analysten erwartet. Produktivitätszuwächse und eine Kapazitätsauslastung von rund 75 Prozent haben den Unternehmen ermöglicht, die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen ohne Neueinstellungen zu befriedigen. In der Konsequenz sollten die Zentralbankzinsen in den nächsten Monaten bei 1 Prozent bleiben. Erst bei Stellenzuwächsen sollte die Zentralbank die Zinsen anheben. Volkswirte sehen die US-Leitzinsen in sechs Monaten 0,5 Prozent höher bei 1,5 Prozent.
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