Die US-Wirtschaft sollte in 2005 von niedrigen Zinsen, geringer Inflation und einem sich abschwächenden Dollar profitieren. Trotz der sicherlich gerechtfertigten Warnungen vor der hohen Verschuldung des Staates wie der US-Haushalte, die zu einem beachtlichen Außenhandelsdefizit in den letzten Jahren geführt haben, sind die USA die wahrscheinlich am dynamischsten wachsende Volkswirtschaft der Welt. Die Deutsche Bank erwartet in 2005 ein Wachstum von 4 Prozent. Die stete Zuwanderung an motivierten Arbeitskräften und der technische Fortschritt sind die langfristigen Trümpfe der Vereinigten Staaten. Sicherlich ist ein doppeltes Defizit (Staatshaushalt und Leistungsbilanz) bedenklich, denn US-Bürger konsumieren – vereinfacht gesagt – mehr als sie investieren. Dennoch sollten auch in den kommenden Jahren Unternehmer in den USA weiterhin investieren und somit das Wachstum am laufen halten. Die Perspektiven Amerikas sind phantastisch und die Chancen für den Rest der Welt stehen gut, dass die USA die globalen Wachstumslokomotive bis auf absehbare Zeit bleiben.
Analysten gehen davon aus, dass mehr als 40 Prozent der amerikanischen Anleihen in ausländischer Hand liegen. Die Bedeutung ausländischen Kapitals zur Finanzierung des Leistungsbilanzdefizits ist somit unumstritten. Dass Chinesen und Japaner anfangen, ihre Devisenreserven nicht nur in den Dollar zu allokieren, bringt den Greenback unter Druck. Ein fallender Dollar könnte mittelfristig das amerikanische Leistungsbilanzdefizit reduzieren.


Benutzer, die diese Seite fanden, suchten auch nach:

  • No search results for this post yet...

Ähnliche Artikel