In den USA fehlten weitgehend Unternehmenszahlen, was dazu führte, dass Investoren verstärkt auf Konjunkturindikatoren achteten. Insbesondere fielen hier die positiven Aussagen der US-Notenbank ins Gewicht. Nach Ansicht der FED steuert die amerikanische Wirtschaft auf eine weiche Landung zu. Sorgen bereitet ihr allerdings weiterhin die Schwäche am privaten Immobilienmarkt, insbesondere der Subprimesektor. In diesem Sektor sorgte Bear Stearns für Unruhe, als bekannt wurde, dass zwei durch das Finanzinstitut verwaltete Hedgefonds, die in diesen Marktsektor für zweitklassige Hypotheken investieren, erhebliche Verluste ausweisen. Kurzfristige Befürchtungen, dass diese Probleme weitere Kreise ziehen könnten, bestätigten sich allerdings nicht und die Marktteilnehmer beruhigten sich wieder. Die allgemeine Schwäche des privaten Immobilienmarktes in den USA zeigte sich auch in den Daten zu den Verkäufen des Monats Mai. Sowohl die Verkäufe bei Neubauten als auch bei den Bestandsimmobilien gingen erwartungsgemäß zurück. Dies wird aus Sicht der FED allerdings das amerikanische Wirtschaftswachstum nicht zu stark beeinflussen, da die Industrie und ein sehr robuster Arbeitsmarkt die Abschwächung mehr als nur ausgleichen. Im Gegenteil, in ihrem Mitte Juni erschienenen Konjunkturbericht, dem Beige Book, schreibt die FED, dass die amerikanische Wirtschaft an Dynamik gewonnen hat. In fünf der zwölf US-Distrikte sei das Wachstum kräftig oder habe sogar angezogen. In den restlichen sieben Bezirken sei es moderat ausgefallen.


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