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Deutschland am Rande einer Rezession
März 3, 2003 | Comments Off
Mit den Wachstumszahlen für die deutsche Volkswirtschaft im letzten Quartal 2002 von 0,0% gegenüber dem Vorquartal ist Deutschland nur knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt. Nach der wirtschaftswissenschaftlichen Definition befindet sich eine Volkswirtschaft in der Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt zwei aufeinanderfolgende Quartale negative Wachstumsraten aufweist. Das entspricht sechs Monate ohne Wirtschaftswachstum! Die Märkte haben dieses Szenario allerdings schon im Herbst/ Winter 2002 gespielt. Dass Deutschlands Wirtschaftsleistung zwei Quartale nicht wächst (Stagnation) oder bestenfalls nicht schrumpft, bereitet der Regierung große Probleme: Die Steuern brechen ein (weniger Einkommensteuer) und die Sozialausgaben (zum Beispiel Arbeitslosengeld) steigen an. Da Deutschland zum einen unter einer konjunkturellen Schwäche und zum anderen an strukturellen Problemen leidet, richtet sich die Hoffnung kurzfristig auf einen Exportaufschwung und mittel- bis langfristig auf durchgreifende Reformen im Sozialbereich und des Arbeitsmarktes.
Die Auflösung der Deutschland AG schreitet fort. Überkreuzbeteiligungen werden abgebaut oder stehen zur Disposition. Besonders in Mitleidenschaft werden Versicherungs- und Bankenwerte gezogen, weil sie die meisten Beteiligungen an deutschen Aktiengesellschaften halten. Wir halten den deutschen Aktienmarkt für historisch sehr attraktiv bewertet.
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