Euro steigt gegenüber Dollar

Juni 3, 2003 | Comments Off

Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar steigt, werden europäische Exporte (zum Beispiel Autos oder Druckmaschinen) für Amerikaner teurer. Umgekehrt werden US-Produkte für Europäer günstiger. Anfang 2002 musste ein US-Bürger für einen Euro in einer amerikanischen Wechselstube 0,91 USD zahlen. Heute muss er für einen Euro rund 1,17 USD bezahlen. Der US-Amerikaner muss also heute 0,26 USD mehr für einen Euro zahlen. Das ist bis Juni 2003 eine Steigerung von fast 30 Prozent! Möchte ein Amerikaner zum Beispiel einen BMW kaufen, kostet er 30 Prozent mehr als Anfang 2002. Umgekehrt sind für Europäer amerikanische Produkte in den letzten Monaten relativ billiger geworden. Wer heute in die USA in den Urlaub fährt, kann dies 30 Prozent günstiger tun als Anfang 2002.
Die Aufwertung des Euro oder umgekehrt die Abwertung des US-Dollar haben Einfluss auf die globalen Warenströme. Amerika sollte mittelfristig mehr exportieren können, was gut für das amerikanische Wirtschaftswachstum und die Unternehmensergebnisse ist. Die Kehrseite der Medaille ist, dass Europa tendenziell weniger in den Dollarraum exportieren sollte. Gleichzeitig aber mehr importieren könnte, weil in Dollar fakturierte (abgerechnete) Produkte für Europäer um 30 Prozent günstiger geworden sind.
Der große Vorteil für Europäer ist, dass in Dollar abgerechnete Produkte günstiger werden. Vor allem durch günstigere Benzinpreise sollten Europäer am Ende des Tages mehr in der Tasche haben, weil Rohöl in Dollar abgerechnet wird.


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