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Fusions- und Übernahmeaktivitäten treiben die Kurse
April 15, 2007 | Leave a Comment
Insgesamt deuteten die gemeldeten Unternehmenszahlen darauf hin, dass die Gewinnschätzungen der Unternehmen für das laufende Jahr nicht zu hoch angesetzt sind und somit die fundamentalen Bewertungen auch weiterhin als sehr attraktiv zu werten sind.
Zusätzlich konnte der Dax von weiteren Aktivitäten im Bereich der Fusionen und Übernahmen profitieren. Hier sorgte die geplante Übernahme des britischen Reiseanbieters First Choice durch TUI für Aufsehen. Im Bankensektor überraschte der geplante Zusammenschluss von Barclays und ABN Amro die Marktteilnehmer. Interessant ist auch das Fusionsfieber in der Tabakbranche. Die britische Imperial Tobacco möchte den Konkurrenten Altadis für 11,5 Milliarden Euro kaufen. Altadis hingegen möchte mit Altria, der früheren Philip Morris, lieber gemeinsam Imperial übernehmen. Wer nun wen übernimmt oder ob am Ende doch eine Fusion dabei herauskommt, den Anlegern kann es egal sein, da die Kurse der beteiligten Unternehmen kräftig anzogen.
Mit Blick auf die Unternehmensmeldungen verwundert es kaum, dass die professionellen Anleger und Analysten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft im März positiver beurteilten. So zeigte der ZEW Index Konjunkturoptimismus trotz der Unruhe an den internationalen Märkten. Das monatliche Konjunkturbarometer des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg von 2,9 Punkten im Februar auf 5,8 Punkte im März. Das ist der vierte Anstieg in Folge und der höchste Stand seit acht Monaten. Der größere Optimismus basiert laut ZEW-Präsident Franz auf der guten Auftragslage der Unternehmen. Auch die Stimmung der Konsumenten habe sich wegen der besseren Lage am Arbeitsmarkt aufgehellt. Im Euroraum wird das ehemalige Schlusslicht Deutschland durch die Forscher vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) sogar schon wieder als Wachstumslokomotive Europas gesehen. Gleichzeitig hat das Institut seine Wachstumsprognose für Deutschland von 2,1 auf 2,8 Prozent erhöht.
Bei so viel Wachstum in Europa wundert einen die Entscheidung der EZB, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 Prozent zu erhöhen, nicht. Eben so wenig verwunderte die Aussage von EZB-Präsident Trichet: “Entschlossenes und rechtzeitiges Handeln bleibt weiterhin geboten, um mittelfristig Preisstabilität zu sichern” mit der er in der Vergangenheit weitere Zinsschritte ankündigte.
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