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Quartalszahlen gut, Aussichten vorsichtig prognostiziert
November 26, 2005 | Leave a Comment
An den europäischen Aktienmärkten kam es vor den Unternehmensberichten zu den Zahlen des 3. Quartals zu einer leichten Konsolidierung. Trotz der überwiegend guten Ergebnisse straften die Anleger jedoch einige Unternehmen wegen der vorsichtigen Prognosen für das 4. Quartal ab. Positiv fielen die Zahlen von SAP und Nestle auf. SAP meldete Rekordumsätze für das 3. Quartal und überraschte die Analysten nicht nur bei den Umsatzzahlen. Auch der Ausbau des Marktanteils auf ca. 60% lag über den Erwartungen. Auch Nestle konnte die Erwartungen der Analysten übertreffen. Dies wurde nach Firmenangaben insbesondere durch die steigende Nachfrage in den USA und Asien nach Produkten des Unternehmens, sowie eines stärkeren US-Dollar ermöglicht. Auch der Ende Oktober veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex überraschte die Marktteilnehmer. Der ifo-Geschäftsklimaindex wird aus einer Umfrage unter 7000 deutschen Unternehmen ermittelt und gilt als wichtigster Frühindikator. Hatten die Volkswirte im Durchschnitt lediglich einen Anstieg um 0,1 Punkte von 96 Punkten im Vormonat auf 96,1 Punkte erwartet, stieg der Index auf 98,7 Punkte. Auch ihre aktuelle Lage stuften die befragten Unternehmen spürbar günstiger ein. Zieht man in Betracht, dass sich auch in Frankreich und Italien das Geschäftsklima stärker als erwartet verbessert hat, scheint sich das Wachstum in Europa etwas zu festigen. Somit sollte es nach der im Oktober erfolgten Konsolidierung im Laufe des Novembers zu einer Jahresendrallye kommen, die sich, sofern keine unerwartet schlechten Nachrichten kommen, bis ins Jahr 2006 fortsetzen könnte. Ein weiteres Indiz hierfür ist, dass die Öl exportierenden Länder verstärkt die gestiegenen Öleinnahmen für den Import von Gütern aus dem Euro-Raum verwenden. Eine Untersuchung der Bundesbank zeigt, dass die Importe dieser Länder aus dem Euro-Raum 32% der Gesamtimporte ausmachten und bei gestiegenen Ölpreisen sich weiter ausgeweitet hat. Dieses so genannte Recycling von Petrodollars ist somit ein Ausgleichsfaktor der negativen Auswirkungen gestiegener Ölpreise für die im Euroland produzierenden Unternehmen.
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