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sichere Geldanlage Berichtssaison bestimmt Börsenhandel
Februar 2, 2005 | Leave a Comment
In Europa hat die Berichtssaison angefangen. Börsengesellschaften weisen in ihren Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen aus, wie das Jahr 2004 gelaufen ist. Der Blick zurück sieht gut aus. Allerdings bewerten Börsianer die Zukunft. Die Jahresabschlüsse sind in den Kursen schon enthalten. In Deutschland berichtete Ende Januar 2005 der Chipproduzent Infineon von anstehenden Restrukturierungen. Zudem wird eine nachlassende Nachfrage nach elektronischen Bauteilen und Chips erwartet. Weltweit gehören Chipaktien in den letzten Monaten zu den Verlierern an den Aktienmärkten. Der deutsche Softwarekonzern SAP erfüllte sein Soll an der Börse. Auch der Ausblick erscheint optimistisch. Allerdings nicht ambitioniert genug für die anspruchsvollen Börsianer. Die Einschätzung von SAP durch Marktteilnehmer ist exemplarisch für die Bewertung von Unternehmensdaten durch professionelle Marktteilnehmer. Nur überraschend gute Zahlen und sehr robuste Einschätzungen des Geschäftsjahrs 2005 von Unternehmensführern lassen die Aktienkurse steigen. Der Markt schraubt augenblicklich seine Erwartungen an 2005 zurück. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen für Aktienbörsen, die in 2005 ein moderates Wirtschaftswachstum in Europa erwarten. Irrationale Übertreibungen lassen sich an den europäischen Börsenplätzen nicht erkennen. Die Bewertungsniveaus erscheinen mit Blick auf vergangene Börsenperioden nicht überteuert. Die prall gefüllten Unternehmenskassen und die seit März 2003 gestiegenen Unternehmensbewertungen könnten so manche Gesellschaft zu Übernahmen oder Fusionen bewegen. Beispielhaft lässt sich hier die Deutsche Börse AG anführen, die nach ihrem Konkurrenten Londoner Börse greift. Die Deutsche Börse AG hat Liquidität von 750 Mio. Euro in der Kasse.
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